Wer sich für Kunst & Kunsthandwerk oder für Wassersport interessiert oder sich mit den Themen „Heiraten“ und „Hochzeit“ aktuell auseinandersetzt, wird an den nächsten Septemberwochenenden sicherlich im Bodenseeraum vorbeischauen. Denn im Dreiländereck von Deutschland, Österreich und der Schweiz sind bis Ende September einige spannende Messen mit den unterschiedlichsten Inhalten geplant. Bereits an diesem Sonntag ist die Stadthalle von Singen mit der Hochzeitsausstellung „Der schönste Tag“ ein interessantes Ziel für Heiratswillige und Hochzeitsplaner. Wer also gerade mitten in den Hochzeitsplanungen steckt, sich schon vorab für die zukünftig geplante Vermählung informieren mag, aktuelle Trends in Sachen Brautmode und Hochzeitsdekoration kennenlernen möchte oder spezifische Dienstleister für den großen Tag sucht, sollte am 15. September 2019 in der Singener Stadthalle vorbeischauen.

Von 11 Uhr bis 17 Uhr präsentieren mehr als 40 Aussteller sich und ihr umfangreiches Sortiment bzw. ihre Dienstleistung. Natürlich gehören Brautkleider und Anzüge in verschiedenen Variationen sowie Schmuck und Florales zum Messeangebot. Doch auch zu Details wie Frisur, Kosmetik und Accessoires findet das zukünftige Brautpaar auf der Hochzeitsmesse in Singen am Sonntag viel Beratung und Inspiration.
Wenngleich bei einer Hochzeit Braut und Bräutigam im Mittelpunkt stehen, so gibt es doch weit mehr zu planen, als die perfekte Ausstattung der Protagonisten. Daher präsentiert die Messe „Der schönste Tag“ ebenfalls Gestaltungsmöglichkeiten der Einladungs- und Danksagungskarten sowie Klassisches und Innovatives bei der Raum- und Tischdekoration. Selbstverständlich nehmen das Hochzeitsessen, die Hochzeitstorte, Film- und Fotoaufnahmen, die Traurede, die musikalische Untermalung während der Trauung und beim anschließenden Fest einen hohen Stellenwert ein und in Singen sind fachkundige Anbieter aus diesen Bereichen vertreten und runden das Messeangebot ab.

Friedrichshafen – die bekannte Messestadt am Bodensee – hält vom 21. bis zum 29. September 2019 einen besonderen Event für Freunde des Wassersports bereit. Die Besucher können sich bei der traditionsreichen 58. Internationalen Wassersportausstellung „Interboot“ (21. bis 29. September) und bei der 7. Internationalen Tauch- und Schnorchelmesse „InterDive“ (26. bis 29. September) über allerlei wassersportliche Aktivitäten in und auf dem feuchten Element informieren. Segelsport, Kiten, Surfen, Stand-Up-Paddling (SUP) und Tauchen werden bei dem spannenden Messedoppel in Friedrichshafen großgeschrieben.
Neben der umfangreichen Auswahl an sportlicher Ausrüstung – von der Jolle bis zur Hochseeyacht, diverse Boards, Schnorchel- und Tauchequipment etc. – sowie dem thematischen Reiseangebot gibt es bei beiden Ausstellungen ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm, das zum Zuschauen aber auch zum Ausprobieren animiert. Hierzu gehören unter anderem die 15. Interboot Trophy, SUP Testbecken und SUP Team Challenge, Motorboottraining für Frauen, eine internationale Oldtimer-Regatta, Fachvorträge und Seminare, Podiumsdiskussionen, die Interboot Surf-Days (5 Meter breite Welle), Wakeboard-Shows und eigene Wakeboard-Erlebnisse, Versteigerungen, die NightDive-Party sowie diverse Boote zum Testen im Interboot Hafen. Im Maritimen Kindergarten werden derweil die Jüngsten betreut und sind bei den Spiel- und Bastelaktivitäten gut unterhalten.

Ebenfalls vom 26. bis zum 29. September 2019 sind Kunstfreunde angehalten, einen Abstecher ins schöne Bodman-Ludwigshafen zu unternehmen. In der Bodenseegemeinde, die unter anderem für das gesellschaftskritische Peter Lenk- Relief am Rathaus bekannt ist, findet von Donnerstag bis zum Sonntag die Messe für Angewandte Kunst und Design „form“ statt.
Kulisse der stilvollen, exquisiten Ausstellung ist übrigens jenes geschichtsträchtige Zollhaus in Ludwigshafen sowie heutiges Rathaus und Veranstaltungsstätte. Ausgestellt wird zeitgenössisches, gebrauchsfähiges, hochwertiges Kunsthandwerk aus unterschiedlichen Bereichen wie Schmuck, Bekleidung, Accessoires, Einrichtung und Dekoration.

Bildquelle: structurae.de

Kultur in den unterschiedlichsten Facetten erleben, in mehreren Ortschaften zwischen Stockach und Stein am Rhein sowie zwischen Hallau und Wangen (Öhningen), von 17 Uhr bis 24 Uhr – das bietet die Museumsnacht Hegau-Schaffhausen! Am Samstag ist es wieder soweit, zahlreiche Kunst- und Kulturfreunde genießen einen Abend mit prall gefülltem Kulturprogramm mit Lesungen, Live-Performances, Ausstellungen, musikalischen Darbietungen, interessanten Gesprächen, kulinarischen Erlebnissen an 100 Veranstaltungsstätten in der reizvollen Region Hegau-Schaffhausen.

Der 14. September 2019 verspricht einige kulturelle Höhepunkte in 11 Städten und Gemeinden und das mit einer Eintrittszahlung und der bequemen Verbindung zwischen den teilnehmenden Ortschaften per Bus und Bahn. Und wer nicht auf die öffentlichen Verkehrsmittel zurückgreifen möchte, hat in Singen die Option, in einem Oldtimer mitzufahren. Denn zwischen 17:30 Uhr und 23 Uhr offeriert das „Museum auf Rädern Singen“ mit einigen historischen Fahrzeugen eine besondere Mitfahrgelegenheit von Haltepunkt zu Haltepunkt (drei Haltestellen im Rundkurs: Rathausplatz, Kunstmuseum und MAC Museum Art & Cars).

Eröffnet wird die deutsch-schweizerische Kulturnacht um 17 Uhr in Singen auf dem Rathausplatz und in Schaffhausen in der Vebikus Kunsthalle. Im Anschluss haben Besucher bis Mitternacht die Möglichkeit, unterschiedliche Kultureindrücke zu sammeln, beispielsweise bei den Chorkonzerten in der St. Peter und Paul Kirche in Singen oder bei den „Klangreisen“ (Meditation & Konzert) im MAC Museum Art & Cars.

Im Archäologischen Hegau Museum können Perlen und Goldblattkreuze gestaltet bzw. gefertigt werden und wer eine intensive „Zeitreise“ erleben möchte, stattet sich mit mittelalterlicher Kleidung, Schmuck und Waffen aus. Im Museum zu Allerheiligen wird das Hauptthema des Abends „Licht und Schatten“ vielfältig interpretiert bei Führungen, Lesungen, Videoarbeiten, bei einer Filmvorführung, in Künstlergesprächen usw. Außerdem ist eine Schnitzeljagd für jüngere Gäste geplant. Und wer sich für das faszinierende Handwerk des Uhrmachers interessiert, schaut im IWC Museum Schaffhausen vorbei.

Lesungen, Erzählungen und Vorträge gibt es beispielsweise in den Städtischen Bibliotheken Singen, in der Gemeindebibliothek Neuhausen sowie im Buchladen am Rathausplatz und im „Zum Weissen Adler“ in Stein am Rhein. Kulinarisches wartet in Diessenhofen. Die Kunst & Zeichenschule Elisa Noël in Singen lädt Kinder und Jugendliche zu einem Porträt-Zeichenworkshop ein und in der Alt-Katholischen Pfarrkirche St. Thomas in Singen findet eine Taizé-Andacht statt. Weindegustationen, Licht- und Klanginstallationen, weitere Kreativangebote oder auch Videoprojektionen ergänzen das Kultur- und Kunstangebot der Museumsnacht Hegau-Schaffhausen 2019.

Des Weiteren können am 14. September 2019 Gemälde, Fotografien, Skulpturen, Hinterglasmalerei, Collagen, Möbelstücke usw. bewundert werden, zum Beispiel in Singen im Feuerwehrgerätehaus (mit Action Painting), im Stadtgarten, in der Galerie Vayhinger und in der Hegau-Bodensee-Galerie, in Schaffhausen in der Galerie Kraftwerk, im Kunstraum, im Haus der Wirtschaft und im Kulturort Höfli 7, in Thayngen im Kulturzentrum Sternen und in Neuhausen im Atelier Tisserand und im ABR Rabenfluh.

Vielleicht verschlägt es Besucher am Samstagabend aber auch ins Schreibmaschinen-Museum nach Thayngen, zum Airbrushen nach Flurlingen (Arova) oder zur Nachtführung im Weinbau-Museum Hallau. Nicht zuletzt veranstalten zahlreiche Museen der Region spannende (Themen)Führungen, darunter die frühere Tigerfinklifabrik in Diessenhofen, das Seilermuseum in Stockach sowie das Kloster Sankt Georgen und das Museum Lindwurm in Stein am Rhein.

Bildquelle: see-infos.de

Der 08. September 2019 ist für geschichtlich Interessierte und Kulturfreunde ein spezieller Tag, der mannigfache Erlebnisse bereithält. Viele Denkmäler in der Bundesrepublik sind an diesem Sonntag für Besucher zugänglich und es finden vor Ort unterschiedliche Aktionen statt. Die Möglichkeit, tausende Denkmäler am 08. September zu besichtigen und mehr über diese kulturellen Nachlässe zu erfahren, bietet die bundesweite Aktion „Tag des offenen Denkmals“. Organisiert wird der Großevent von der Deutschen Stiftung Denkmalsschutz und das diesjährige Aktionsmotto lautet: „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“.

Die Eröffnungsfeierlichkeiten finden im baden-württembergischen Ulm statt. Bereits am Vorabend können Besucher in Ulm bei der „Nacht des offenen Denkmals“ Attraktionen der Mittelalterstadt bewundern, darunter das Ulmer Münster, das zum Zentrum einer Licht- und Klanginstallation wird. Und natürlich sind auch am Sonntag zum Aktionstag selbst jede Menge Veranstaltungen in Ulm geplant, vor allen Dingen auf dem sehenswerten Münsterplatz. Besucher dürfen sich unter anderem auf Konzerte, eine Diskussionsrunde zum Jahresmotto, Schaubaustellen und Baustellenrundgänge, eine Brunnenführung sowie eine Denkmal-Rallye freuen.

Auch im landschaftlich reizvollen und kulturell reichen Bodenseeraum laden am 08. September zum „Tag des offenen Denkmals 2019“ etliche Sehenswürdigkeiten zu spannenden, lehrreichen Entdeckungstouren und unterhaltsamen Aktivitäten ein. Einige sonst nicht zugängliche oder nur sporadisch geöffnete Bauwerke können am Sonntag besichtigt werden, darunter beispielsweise der Schlosstorkel in Bodman-Ludwigshafen, die Kapuzinergruft in der Engener Spitalkirche und das Rainhaus in Lindau-Aeschach als eines der letzten noch existierenden europäischen Pest-Häuser.
Ferner sind das Barockschloss Freudental in Allensbach, der Römische Gutshof bei Eigeltingen, das Museum Haus Dix in Gaienhofen-Hemmenhofen, das Konstanzer Rosgartenmuseum, das Backhaus Neufrach in Salem, Schloss Mainau, die Alte Kirche und die Gaugelmühle auf dem Stadtgebiet von Engen sowie die Wallfahrtskapelle St. Martin in Orsingen-Nenzingen mit ihrer Glocke aus dem 13. Jahrhundert interessante Stationen am „Tag des offenen Denkmals“.

Im Sudhaus der Felsenbrauerei von Engen gibt es zum Aktionstag Werke regionaler Künstler und Selbstgebrautes zu genießen. Musikalische Auftritte sorgen ebenfalls für Kurzweil, zum Beispiel im geschichtsträchtigen Gasthaus „Sternen“ in Singen-Bohlingen oder auch in der historischen Holz-Kegelbahn von Salem-Weildorf. Allerlei Interessantes und Wissenswertes liefern am „Tag des offenen Denkmals“ nicht nur Führungen und Rundgänge, sondern gleichfalls Vorträge, wie jene im Ruderhaus von Konstanz (Thema: Bauhausschüler Hermann Blomeier) und in der Katholischen Kirche St. Petrus Canisius in Friedrichshafen am schönen Bodensee (Thema: Kirchengeschichte & Baumaßnahmen).

Bildquelle: Bodenseepur.de

In einigen Tagen beginnt die Schulzeit nach den großen Ferien in Baden-Württemberg und Bayern. Und dann sind wieder alle Schulkinder in Deutschland im regulären Schulalltag angekommen, denn mit dem Ferienende in diesen beiden Bundesländern sind die Schul-Sommerferien in der gesamten Bundesrepublik „abgeschlossen“. Doch bis dahin haben Kids und Teens in Baden-Württemberg und Bayern noch jede Menge Möglichkeiten, ihre Ferien erlebnisreich zu gestalten, zum Beispiel im wunderschönen Dreiländereck Bodensee.

Im Bodenseeraum warten viele Sehenswürdigkeiten, sportliche sowie kreative Freizeitangebote, für alle Altersklassen ist etwas dabei. In den letzten Ferientagen Anfang September halten zahlreiche Städte, Gemeinden, Organisationen und Attraktionen wunderbare Events für jüngere und ältere Ferienkinder bereit. In Überlingen am Bodensee beispielsweise lädt der Verein „Lesezeichen“ am 06. September 2019 Märchenfans zu einem gemütlichen Vorlesenachmittag ins „Märchenhäuschen“ im Überlinger Stadtgarten ein. Aktiv und kreativ wird es am 06. September in Langenargen auf der Lädine und zwar mit Augenklappe bei der Piratenfahrt. Auf dem historischen Lastensegler geht es im Piratenlook über den Bodensee und die „Mannschaft“ an Bord hilft beim Steuern oder bastelt, zum Beispiel eine Flaschenpost.

Wer das Abenteuer eher an Land (als auf dem Wasser) sucht, kann am 07. September 2019 in Eriskirch mit dem Jäger auf Erkundungstour durch den Wald gehen. Und hier gibt es allerhand zu entdecken, wie Spuren und Behausungen von Waldtieren. Vielleicht lässt sich auch der eine oder andere Bewohner des Waldes beobachten, eventuell auf dem Hochsitz des Jägers, der natürlich an diesem Tag ebenfalls „unter die Lupe“ genommen wird.

Auch für ältere Ferienkinder sind interessante Aktionen geplant, zum Beispiel im Kunsthaus der Bodenseestadt Bregenz. Hier findet vom 03. September bis zum 06. September 2019 ein Bildhauer Workshop unter fachkundiger Leitung statt. Die Teilnehmer zwischen 12 und 18 Jahren können sich mit diversen Materialien und Werkzeugen ideenreich auseinandersetzen, modellieren, schleifen, schnitzen, spachteln usw., Ton-/Gipsmodelle erschaffen und zum Schluss ihre fertigen Werke im Kunsthaus zeigen.

Eine großartige Veranstaltung für Jung und Alt bieten zum Abschluss der Ferien die Bodenseestädte Konstanz und Kreuzlingen mit ihrem Kinderfest am 07. September 2019. Die grenzüberschreitende Veranstaltung im Konstanzer Stadtgarten ist schon seit Langem ein Höhepunkt im Kalender und ein besonderer Anziehungspunkt für die ganze Familie. Open-Air werden unterschiedliche Aktivitäten und viel Unterhaltsames geboten, darunter ein Kinderflohmarkt, Tanz, akrobatische Darbietungen, ein Basketball-Parcours, Tierrätsel, Bastelei, eine Wasserskishow, Flugsimulator, Waffelbacken und das anschließende Entenrennen.

Und wer auch am Sonntag noch etwas erleben möchte, besucht am 08. September 2019 Tettnang. Die Hopfenstadt am Bodensee begeht dann ihr traditionelles Bähnlesfest und das ganz ohne Bahn, schließlich ist der Festanlass das Ende des Personenbahnverkehrs nach Meckenbeuren Mitte der 70er. Dafür offeriert Tettnang bei seinem Bähnlesfest vielfältige Attraktionen für Groß und Klein, wie Kinderschminken, Schachspiele, Live-Musik, Gewinnspiele, Ponyreiten, Torwandschießen, Slackline und Dank der beiden Flohmärkte und des verkaufsoffenen Sonntages steht auch einem ausgiebigen Bummel in Tettnang am Bodensee nichts im Wege.

Bildquelle: konstanz-tourismus.de

Der Bodenseeraum zwischen Deutschland, Österreich und Schweiz ist als Obstbaugebiet berühmt. Das milde, nahezu mediterrane Klima am Schwäbischen Meer sorgt nämlich sowohl für köstlichen Rebensaft, der als Bodenseewein bei Kennern beliebt ist, als auch für aromatisches Obst. Birnen, Zwetschgen, Mirabellen, Erdbeeren usw. aber vor allen Dingen Äpfel werden in der malerischen Region angebaut, geerntet und vermarktet. Wie bedeutend die Apfelproduktion für die landschaftlich und kulturell abwechslungsreiche Gegend ist, verdeutlichen beispielsweise die Apfelwochen am Bodensee. Dieser Aktionszeitraum findet jährlich im Herbst statt und offeriert Bürgern und Urlaubern viele Veranstaltungen und Aktivitäten rund um das grüne, rote bzw. gelbe Kernobst. Wanderungen und Fahrten über Apfelplantagen, kulinarische Höhepunkte mit Äpfeln, gemeinsames Pflücken, Lesungen, Märkte und vieles mehr sorgen für facettenreiche Herbsttage am Bodensee. Die Apfelwochen werden in diesem Jahr vom 21. September bis zum 13. Oktober veranstaltet.

Wer allerdings schon jetzt in höchsten Apfelgenüssen schwelgen oder sich vorab auf die großartigen Apfelwochen einstellen möchte, kann bereits in den kommenden Tagen am schönen Bodensee an einigen unterhaltsamen Apfel-Erlebnissen teilnehmen. Das Ferienprogramm in Überlingen zum Beispiel, an dem sich eben auch Obstbetriebe beteiligen, ermöglicht Ferienkindern unter anderem, Apfelsaft zu pressen und mit dem Apfelbähnle „übers Land“ zu fahren. In Langenargen geht es in diesen Tagen unter fachkundiger Leitung durch die Obstplantage. Dabei erfahren die Teilnehmer Wissenswertes zum Obstbau und Apfelsorten und dürfen sich den einen oder anderen knackigen Vitaminspender pflücken.

Wer reizvolle Bodensee-Landschaften genießen will und mehr über den regionalen Obstbau wissen möchte, kann außerdem am 01. September 2019 in Ettenkirch (Ortschaft von Friedrichshafen) beim Apfelwandertag dabei sein. Die Rundwanderstrecke von etwa 4,5 Kilometern durch idyllische Natur birgt einige Haltepunkte mit Informationen und der Möglichkeit, Apfelprodukte zu probieren, sowie wundervolle Ausblicke auf die wunderschöne Gegend.

Unterhaltsames mit Elstar, Gala, Jonagold & Co. für die ganze Familie und Apfelfreunde jeden Alters wartet also schon vor den eigentlichen Apfelwochen in einigen Ortschaften am Bodensee!

Bildquelle: gehrenberg-bodensee.de

Die Oberschwäbische Barockstraße führt auf gut 760 Kilometern in der Region zwischen Ulm und dem Bodensee vorbei an zahlreichen barocken Bauwerken, Landschaften und Erlebnissen. Auf vier Streckenverläufen bietet diese Ferienstraße, die zu den ältesten ihrer Art in Deutschland gehört und 2016 ihr 50. Jubiläum beging, allerlei Attraktionen. Sehenswerte Städte und interessante Museen, imposante Kirchen und Schlösser aber auch malerische Landschaften mit Rad- und Wanderwegen gibt es hier zu entdecken, darunter Schloss und Kloster Salem, die Kirche St. Peter und Paul in Hilzingen bei Singen, der Seepark Linzgau in Pfullendorf, die Wallfahrtskirche Birnau, das Neue Schloss Meersburg, die Insel Mainau und das Bauernhaus-Museum in Wolfegg. 

Im aktuellen Themenjahr unter dem Motto „Barock erschaudern – Gänsehautmomente entlang der Oberschwäbischen Barockstraße“ präsentieren die Stationen der Straße nicht nur die prächtige und opulente Seite der barocken Ära, sondern stellen auch faszinierende barocke Zeugen mit gewissem Gruselfaktor vor, darunter Folterwerkzeuge, Henker, Lepra, Räuber, Heilige Gebeine und Reliquien. Verschiedene Haltepunkte der Oberschwäbischen Barockstraße wie das Museum im Kornhaus in Bad Waldsee (Scharfrichter und Folterkammer), Ravensburg (Stadtführung zur Hexenverfolgung), das Bad Wurzacher Leprosenhaus sowie das Kloster Heiligkreuztal (Katakombenheiligen) geben passend zum Leitmotiv des Themenjahrs 2019 interessante Einblicke.

Außerdem findet vom 10. August bis zum 18. August 2019 die „BAROCKwoche“ der Ferienstraße statt. Dabei organisieren viele Städte, Museen, Klöster usw. an der Oberschwäbischen Barockstraße Führungen, Konzerte, Festlichkeiten und weitere Aktivitäten, bei denen das barocke Zeitalter auf unterschiedliche Weise nahe gebracht wird. Die zweite Auflage der Aktionswoche hält ein buntes Programm bereit für Kinder und Erwachsene.

Im Kloster Roggenburg beispielsweise wird an Mariä Himmelfahrt das „Leiberfest“ begangen. Geplant sind während der Veranstaltungswoche ferner eine Führung durch das barocke Biberach a. d. Riss, ein Rundgang durch die Basilika Weingarten und den Hofgarten von Schloss Meßkirch sowie eine geführte Tour durch das Neue Schloss Tettnang zum Thema „Hygiene und Erotik im Barock“. 

Auf Schloss Achberg können sich jüngere Besucher in der Stuckwerkstatt ausprobieren, für Groß und Klein gibt es vor Ort zudem barocke Klänge. Weitere Erlebnisse der „BAROCKwoche“ Mitte August 2019 sind zum Beispiel die Kriminalführung im Schloss und Kloster Salem, das Referat „Barock und Armut“ in Langenargen, der Lampionspaziergang auf der Mainau mit Weindegustation sowie der Event zur barocken Tischkultur und Küche mit spannenden Anekdoten und köstlichem Menü in Leibertingen.

In den Sommermonaten Juli, August und September steht nicht nur Badespaß und Wassersport im und auf dem Bodensee bei vielen Einheimischen und Urlaubsgästen auf dem Programm. In dieser Zeit finden zudem etliche Weinfestlichkeiten rund um das Schwäbische Meer statt, bei denen der schmackhafte Rebensaft der Region präsentiert wird. Schließlich ist der Bodenseeraum mit seinem milden, nahezu mediterranen Klima sowie unterschiedlicher Bodenbeschaffenheit ein besonderes Weinbaugebiet in Deutschland, das spezielle Tropfen hervorbringt. Wer Lust hat, Bodenseeweine unterschiedlicher Winzer zu verkosten und sich auch von anderen regionalen Leckereien verwöhnen lassen möchte, schaut bei den Weinfesten am Bodensee vorbei. Bei vielen Veranstaltungen sorgen Live-Musiker, Kunsthandwerker und Mitmachaktionen darüber hinaus für unterhaltsame Stunden. Am kommenden, ersten Augustwochenende beispielsweise sind in mehreren Bodenseeortschaften gemütliche Weinfeste mit kulinarischen Höhepunkten und Musik geplant.

Das Konstanzer Weinfest wird vom 31. Juli bis zum 03. August 2019 auf dem Sankt-Stephans-Platz der baden-württembergischen Universitäts- und Kulturstadt am Bodensee organisiert. Das Fest hat eine reiche Tradition und wird bereits zum 43. Mal begangen. Mit dabei sind auch diesmal wieder gute Tropfen, internationale Speisen und abwechslungsreiche Livemusik. Neben Wein gibt es auch Bier, Cocktails und natürlich Alkoholfreies. Für die Jüngeren wird vor allen Dingen der Samstag in Konstanz zum Erlebnis, denn zum Kinderfest warten tolle Aktivitäten und Darbietungen wie Tanz, Bastelei, Torwandschießen, Kinderschminken, eine Hüpfburg und eine Zaubershow.

Mit Ausschank, vielfältiger Blasmusik sowie einer Aktionswiese für die kleinen Besucher zeigt sich am 03. und 04. August 2019 das 42. Weinfest der Bodenseegemeinde Hagnau als interessantes Ziel für Wein-, Musikfreunde bzw. Familien. Als „Hagnauer Weinfest – Blasmusik am See“ organisiert die lokale Musikkapelle inzwischen die traditionsreiche Veranstaltung rund um den mächtigen Hagnauer Weintorkel und am malerischen Seeufer. Wer einen Blick auf die amtierende Bodensee-Weinprinzessin erhaschen möchte, schaut am Sonntag in Hagnau vorbei.

Großartige Weine, heimische Küchenschmankerl und gemütliche Stunden mit Musik versprechen außerdem das 40. Wein- und Fischerfest auf der Bodenseeinsel Reichenau vom 02. bis 04. August 2019 (Yachthafen Herrenbrücke) sowie das 28. Torkelfest in Bermatingen auf dem Weingut Dilger vom 03. bis zum 05. August 2019. In Bermatingen sind unter anderem eine Weinwanderung mit Probe am Samstag und eine Weinkellerführung am Sonntag angedacht. Auf der Reichenau gastiert die Bodensee-Weinprinzessin übrigens auch und zwar am Freitag! Ihr badisches Pendant besucht die schmucke Insel dann am Sonntag.

Für das letzte Juliwochenende sind sommerliche Temperaturen prognostiziert und dies passt nicht nur idealerweise weil in Baden-Württemberg und Bayern die Sommerferien beginnen, sondern auch weil rings um den idyllischen Bodensee etliche Festlichkeiten und Aktivitäten locken, größtenteils Open-Air. Einen besseren Start in die Ferien kann es kaum geben, als mit Sonne, Musik und netten Leuten.

Vom 26. Juli bis zum 29. Juli 2019 findet beispielsweise das Schloßseefest Salem statt. Der Event auf dem reizvollen Schloßseeareal wird von lokalen Musikvereinen organisiert und ist mit Musik & Tanz, Fahrgeschäften, Klangfeuerwerk, einem Kinderflohmarkt sowie vielseitigen, kulinarischen Schmankerln ein Fest für die ganze Familie sowie Höhepunkt im Kalender der Bodenseegemeinde Salem. Bereits zum 39. Mal wird das „Mega-Gartenfest“ ausgerichtet.
Auf zwei Bühnen präsentieren sich unterschiedliche musikalische Künstler. Erfahrene Musiker und Newcomer sind dabei und die Stilrichtungen sind vielfältig – vom 300 Mann starken Chor über den Elvis Imitator bis hin zum DJ Sound. Am Samstag erwartet die Besucher ein Klangfeuerwerk unter dem Motto „The Dark World?!“ und am Sonntag kann auf dem Kinderflohmarkt gestöbert werden. Der Vergnügungspark ist an allen Veranstaltungstagen geöffnet und offeriert am Montag ermäßigte Konditionen für Kinder und Familien.

Auch die Bodenseegemeinde Langenargen begeht den Sommerferienstart mit einem mehrtägigen Freiluftevent, der Dank unterschiedlicher Anziehungspunkte abwechslungsreiche Unterhaltung verspricht. Ebenfalls vom 26. Juli bis zum 29. Juli 2019 wird das beliebte Langenargener Uferfest zelebriert. Die Veranstaltung beweist mit ihrer diesjährigen 44. Auflage gleichermaßen eine reiche Tradition.
Das Festprogramm an der schönen Langenargener Uferpromenade hält für Jung und Alt spannende Darbietungen und Mitmachaktionen bereit, wie zum Beispiel Bogenschießen, Fallschirmspringen, Wassersportaktivitäten, Musik, ein Comedian & Zauberkünstler und Vorführungen der Feuerwehr. Überdies gibt es Aktionsbereiche für Kinder und Jugendliche sowie einen Vergnügungspark. Am Samstag sind außerdem ein Kinderflohmarkt, ein Gondelkorso und ein Klangfeuerwerk geplant und am Montag eine Kinder-Tretboot-Regatta.

Weitere Festivitäten am letzten Juliwochenende begehen beispielsweise die Ortschaften Allensbach (Seetor-Fescht vom 26. Juli bis zum 28. Juli), Öhningen-Wangen (Strandfest vom 26. Juli bis zum 28. Juli) sowie Friedrichshafen (Kulturufer vom 26. Juli bis zum 04. August).

Bildquelle: schlossseefest.de

In diesem Jahr begeht das bekannte Musikfestival auf dem Hohentwiel, einem knapp 690 Meter hohen Hegau-Berg, sein 50. Jubiläum. Seit dem ersten Festivaljahr 1969 waren bereits zahlreiche musikalische Größen und Hitgiganten wie James Brown, Ray Charles, Chris de Burgh, Status Quo, Mike Oldfield, ZZ-Top, Simple Minds, Deep Purple, Anastacia, Beth Ditto, Silbermond, Clueso, Mark Forster und Sarah Connor auf dem Hohentwielfestival präsent. Die einzigartige Location mit phantastischem Rundumblick und die facettenreichen, hochkarätigen Künstler machen das Festival zu einem besonderen Erlebnis und Höhepunkt im Singener Veranstaltungskalender. Auch in seinem Jubiläumsjahr hält das Fest wieder einmal großartige Künstler bereit, darunter der Senkrechtstarter Wincent Weiss und der Brit-Award-Gewinner James Morrison.

Leider wird das Festival – ausgerechnet zu seinem 50. Geburtstag – nicht auf dem namensgebenden Hausberg von Singen, auf der Karlsbastion veranstaltet werden können. Die mächtige Festungsruine auf dem Hohentwiel ist derzeit wegen Steinschlaggefahr (lockeres Gestein einer Felswand) und zugehörigen Sicherungsmaßnahmen gesperrt. Zwar ist die Karlsbastion zugänglich, allerdings sind die erforderlichen Fluchtmöglichkeiten während der Konzerte nicht ausreichend gewährleistet.

Doch kein Grund zur Sorge, dass 50. Hohentwielfestival findet statt! Zwar nicht auf dem Hegau-Berg, der der Veranstaltung ihren Namen gab, aber auf dem Singener Rathausplatz. Musikfans können aufatmen, die angekündigten Künstler – Wincent Weiss, James Morrison, Dream Theater sowie In Extremo & Fiddler’s Green – werden den Rathausplatz von Singen „rocken“. Genügend Parkflächen stehen nahe dem Rathausplatz zur Verfügung und mit der illuminierten Stadthalle und dem Hausberg als Kulisse zeigen sich auch in der Singener Innenstadt herrliche Ansichten und Ausblicke. Das beliebte Burgfest, das normalerweise fest zum Programm des Hohentwielfestivals gehört, musste jedoch leider wegen Gefahrensperrung der Ruine abgesagt werden.

Das 50. Hohentwielfestival vom 22. Juli bis zum 28. Juli 2019 – übrigens eine der ältesten Open-Air-Veranstaltungen dieser Art im Süden Deutschlands – wird ein Fest für Musikfans. Außerdem bietet sich zwischen den Konzerten am 22.07, 25.07, 27.07 und 28.07.2019 die Gelegenheit, Singen und seine Sehenswürdigkeiten zu entdecken, darunter das Kunstmuseum Singen, unterschiedliche Erlebnispfade und das MAC – Museum Art & Cars. Darüber hinaus gibt es in der reizvollen Bodenseeregion etliche weitere Anziehungspunkte, die zu einem Besuch einladen, zum Beispiel der Rheinfall bei Schaffhausen, die Insel Reichenau oder die Pfahlbauten Unteruhldingen.

Bildquelle: hohentwielfestival.de / © Baschi Bender

Das Museum Rosenegg in Kreuzlingen befasst sich in seinen Dauerausstellungen vor allen Dingen mit der Geschichte der Schweizer Bodenseestadt und der Region sowie dem historischen Alltag der Bürger. Interessante Ausstellungsstücke, darunter alte Möbel und weitere Einrichtungsgegenstände sowie Textilien, unterschiedliche Waagen, Gemälde, ein Klostermodel und Dinge des alltäglichen Bedarfs aus der Vergangenheit, birgt das im 18. Jahrhunderte errichtete Herrschaftshaus Rosenegg. Früher diente das Palais als Wohn- und Schulgebäude, bis 2018 wurde es vollständig saniert und zeigt heute neben dauerhaften Exponaten faszinierende Ausstellungsstücke im Rahmen wechselnder Schauen. Derzeit sind zwei Sonderausstellungen im Kreuzlinger Museum Rosenegg zu sehen, die Kinder und Erwachsene ansprechen. Beide widmen sich thematisch einer ganz besonderen Welt – den Märchen, stellen diese aber in einen unterschiedlichen, spannenden Kontext.

Scherenschnitte mit Kinder- und Märchenszenen können in der Sonderschau, die noch bis zum 21. Juli 2019 einlädt, bestaunt werden. Das kunsthandwerkliche Bearbeiten von Papier mit Schere und Schnittwerkzeug, so dass im Papier bzw. mit dem Ausschnitt ein Bild entsteht, hat seinen Ursprung in China und war in Deutschland insbesondere ab Mitte/Ende des 18. Jahrhunderts bis ins 19. Jahrhundert verbreitet. Porträts, Ornamente, Märchen- und Landschaftsszenen wurden mit diesem Kunsthandwerk beispielshalber geschaffen. Scherenschnitte dienten vielen als kreativer Zeitvertreib und sie wurden unter anderem als Zierde, Mitbringsel und Geschenk genutzt.

Hans Christian Andersen beispielsweise tat sich nicht nur als Märchenschriftsteller, sondern auch als produktiver Scherenschnitt-Künstler hervor. Knapp 400 Schnitte sind von ihm überliefert und Experten gehen davon aus, dass der Däne weit mehr dieser kunstvollen Handarbeit gefertigt hat, viele Schnitte jedoch mit der Zeit zerstört wurden bzw. verloren gingen. Nicht selten entstanden die phantasiereichen, aufwendigen Arbeiten während einer seiner Erzählungen in Gesellschaften. Am Ende der Geschichte war dann auch der Scherenschnitt erstellt, teils zum großen Erstaunen seiner Zuhörer, sei es wegen der Kunstfertigkeit, des Multitaskings oder auf Grund der vielschichtigen Motive.

Bis zum 21. Juli können große und kleine Märchenfans im Museum Rosenegg in der Sonderschau „Märchenwelt im Scherenschnitt“ einige kunstreiche, von Elisabeth Voigt gestaltete Papierbilder bewundern. Dargestellt sind Themen aus der Kinder- und Märchenwelt.

Die zweite Sonderschau des Kreuzlinger Museums dreht sich ebenfalls um Märchen und kann bis zum 11. August 2019 besucht werden. Im Fokus stehen die tierischen Haupt- und Nebendarsteller der Märchensammler Brüder Grimm. In vielen Geschichten aus den berühmten Kinder- und Hausmärchen der zwei Brüder aus Hanau sind Tiere vertreten, beispielsweise beim „Froschkönig“, bei den „Bremer Stadtmusikanten“, bei „Brüderchen und Schwesterchen“, beim „Fischer und seiner Frau“, bei den „Sieben Raben“, bei „Aschenputtel“ und beim „Wolf und die sieben jungen Geißlein“. Bei der Ausstellung „Grimms Tierleben“ werden zehn Tierarten, die in den Erzählungen der Märchensammler vorkommen, vorgestellt, darunter Fuchs, Hase, Bär und Igel. Die Sonderschau blickt auf diese Tiere, ihren Lebensraum, ihr Verhalten sowie auf ihre Rolle in der Märchenwelt. Außerdem können die Museumsgäste einigen Tiermärchen lauschen.

Bildquelle: museumrosenegg.ch