Welche traditionsreiche Großveranstaltung führt Wassersportfans aus den Bereichen Segeln, Rudern und Wasserski auf einem der schönsten Gewässer Europas zusammen und verspricht Sportlern und Zuschauern ein Wochenende voll großartiger Wettkämpfe, interessanter Ausstellungen, Musik und purem Einkaufsvergnügen? Ganz klar – die Internationale Bodenseewoche!

Vom 23. Mai bis zum 26. Mai 2019 wird das beliebte Wassersportevent in Konstanz am Bodensee organisiert und liefert auch diesmal wieder an vier Veranstaltungstagen vielfältige Anziehungs- und Höhepunkte. Im Fokus stehen freilich die verschiedenen Wettkämpfe im Segeln und Rudern, wobei nicht nur die faszinierenden Wettbewerbe selbst locken. Diese können übrigens vom Hafen (auch Großleinwand) und vom See (Zuschauerschiffe) bestens beobachtet werden. Auch die zahlreichen, interessanten Yachten – eine reiche Auswahl von elegant bis hochtechnisiert – sind Blickpunkte auf der Internationalen Bodenseewoche. Überdies zeigt der Deutsch-Schweizerische Motorboot-Club mit seiner prämierten Showgruppe ein großartiges Zusammenspiel von Wasser, Geschwindigkeit und Körperbeherrschung bei seinen abwechslungsreichen, sensationellen Wasserskiauftritten am Freitag und am Sonntag.

Wasser ist selbstverständlich das Element der Internationalen Bodenseewoche und zwar nicht nur im Rahmen der sportlichen Wettbewerbe und akrobatischen Shows. Ebenso stehen die Präsentation ferngesteuerter Schiffsmodelle, Bootsausstellungen der Polizei und Feuerwehr, Kinderbootfahren, Kanupolo, Coastal Rowing (Rudersport auf rauen, unruhigen Gewässern) sowie Rundfahrten auf dem traumhaften Bodensee auf dem Programm. Und auch an Land warten vielseitige Attraktionen auf die Besucher, zum Beispiel ein Land Rover Off-Road-Parcours, Fahrgeschäfte, Knotenkunde, Musik, Tanzeinlagen zum Zuschauen und Mitmachen, Bastelaktionen und natürlich der Maritime Markt.

Der Maritime Markt auf der Promenade offeriert von Donnerstag bis zum Sonntag attraktive Angebote und Aktionen. Gleiches gilt für die Konstanzer Geschäfte, denn am 26. Mai 2019 ist verkaufsoffener Sonntag in der Universitätsstadt am Bodensee. Und wer mehr über Konstanz und seine reiche Geschichte erfahren möchte – von 1414 bis 1418 Konzilstadt, dato deutsche Grenzstadt zur Schweiz sowie größte Stadt am Schwäbischen Meer, kann am Sonntag an thematisch unterschiedlichen, kostenfreien Stadtführungen teilnehmen.

Museumsbesuche – nur eine notgedrungene Unternehmung an Schlechtwetter-Tagen oder ein Muss im Rahmen des Lehrplans? Keineswegs! Dass ein Ausflug ins Museum ein interessantes und zudem unterhaltsames Erlebnis für die ganze Familie sein kann, beweisen viele Museen in Deutschland, Europa und der Welt. Spannendes Wissen, faszinierende Museumsstücke, interaktive Ausstellungen mit Angeboten zum Mitmachen und Ausprobieren, wechselnde Sonderschauen zu verschiedenen Themen, Museumsworkshops für Kinder und Erwachsene sowie lehrreiche und zeitgleich auch kurzweilige Museumsführungen – mit diesen und vielen weiteren Faktoren machen etliche Museen heutzutage auf sich aufmerksam und locken Jung und Alt in ihre Dauer- und Sonderausstellungen. Solche sehenswerten Museen gibt es nicht nur in Metropolen wie Moskau, New York, Tokio, Berlin oder Wien, auch am idyllischen Bodensee sind sie beheimatet und gehören zu den Attraktionen der malerischen Region zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Mit dem Internationalen Museumstag (stets um den 18. Mai) wurde vor mehr als 40 Jahren ein Aktionstag geschaffen, der an die Mannigfaltigkeit der globalen Museumswelt erinnert und auch an das damit verbundene Engagement sowie außerdem die kulturelle und gesellschaftliche Bedeutung der Ausstellungen und der Museumsarbeit hervorhebt. Der diesjährige Internationale Museumstag in Deutschland ist am 19. Mai geplant und zwar unter dem Motto „Museen – Zukunft lebendiger Traditionen“ („Museums as Cultural Hubs: The Future of Tradition“). Zahlreiche Ausstellungen organisieren an diesem Sonntag spezielle Aktionen und Events, so können sich natürlich auch Gäste der reizvollen Bodenseeregion auf vielseitige Museumsangebote und Museumsaktivitäten freuen.

Freier Museumseintritt, geführte Museumsrundgänge, Museumsfeste, Kostümierung, Spiele, Rätsel und Bastelaktionen gehören unter anderem zum Programm der Ausstellungen am Bodensee am 19. Mai 2019.
Im Archäologischen Hegau-Museum Singen bildet beispielsweise die Epoche der Alamannen einen thematischen Schwerpunkt zum Internationalen Museumstag. Am Sonntag erfahren Groß und Klein Interessantes aus dem alamannischen Leben und Alltag, fertigen typische Perlenketten oder ein Goldblechkreuz und können alemannische Kleidung anlegen. Kreativität und Geschick sind ebenso bei einigen Aktionen im Rosgartenmuseum von Konstanz gefragt, sei es beim Bau eines kleinen historischen Lastenseglers oder bei der Eigenpräsentation eines Museumsstücks. Unterschiedliche Führungen durch das Rosgartenmuseum werden darüber hinaus angeboten.

Das Schulmuseum von Friedrichshafen am Bodensee lädt derzeitige und ehemalige Schüler am 19. Mai zu seinem 3. Museums- und Gartenfest ein. Museumsrundgänge, Lesungen, diverse Spiele und Kreativaktionen (Binden von Leseheften, Basteln von Dekodierscheiben) sowie Live-Musik sorgen für Kurzweil und das kulinarische Angebot mit Food Truck, Kuchen und Waffeln für das leibliche Wohl.
Weitere mögliche Ziele am Internationalen Museumstag in der Bodenseeregion sind zum Beispiel Tettnang (Leistungsschau u.a. mit dem Stadtmuseum), das Kunstmuseum Singen (Kreativprogramm und Führung, freier Eintritt), Langenargen (Musik, Führung), das Stadtmuseum Radolfzell (freier Eintritt, Führung) und das Fritz Mühlenweg-Museum in Allensbach (freier Eintritt, Führung).

Wer seine Eindrücke vom Museumsbesuch am Internationalen Museumstag am 19. Mai 2019 teilen möchte, kann sich übrigens an der Social Media Aktion „#auf1Wort“ beteiligen. Bei der Aktion können Ausstellungen, Exponate sowie Gedanken hierzu mit eigenen Worten erläutert werden. Durch die Vielfalt der Sprachwelt (Muttersprache, Fremdsprache, Dialekt, Ausdruck, Fach- oder Umgangssprache etc.) sowie individuelle Gedanken und Verknüpfungen (Erfahrungen, Anekdoten, Eindrücke etc.) zeichnen sich sicherlich interessante, facettenreiche „Bilder“ derselben Ausstellung und Museumsstücke.

Bildquelle: museumstag.de

Den Frühling am malerischen Bodensee mögen nicht nur Natur- und Pflanzenfreunde. Auch Kunst- und Kulturfans geraten ins Schwärmen, wenn die wärmeren Monate Einzug halten. Dann warten im Dreiländereck von Deutschland, Österreich und der Schweiz neben wunderschönen Landschaften mit einer artenreichen Flora und Fauna auch viele kulturelle Höhepunkte wie das Bodenseefestival!

Das Bodenseefestival besitzt eine lange Tradition, zum 31. Mal wird es veranstaltet und bringt seit mehr als einem Vierteljahrhundert nationale und internationale Künstler und Kulturfreunde bei einem vielfältigen Kulturreigen im Frühling zusammen. Auch in diesem Jahr sind wieder zahlreiche Veranstaltungen aus den Bereichen Literatur, Musik, Theater und Tanz rund um den idyllischen See geplant. Vom 11. Mai bis zum 10. Juni 2019 findet das renommierte Bodenseefestival statt. In diesem Jahr lautet das Leitmotiv des Festivals „Benelux“ und bei den über 70 Veranstaltungen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein von Mitte Mai bis Mitte Juni 2019 stellen sich Musiker, Autoren, Tänzer, Schauspieler, Maler/Zeichner, Fotokünstler usw. aus den Benelux-Ländern Belgien, Niederlande und Luxemburg vor.

Zu den vielfältigen Künstlern, die beim diesjährigen Bodenseefestival auftreten, gehören unter anderem Janine Jansen aus den Niederlanden und Francesco Tristano aus Luxemburg. Die beiden herausragenden Musiker sind als aktuelle Artist in Residence ausgewählt: Jansen als prämierte, weltweit gefeierte Geigerin und „Queen of Download“ sowie Tristano als klassischer Pianist und Komponist, der eine Verbindung schafft zwischen Klassik und Elektromusik. Beide werden beim Bodenseefestival gleich mehrfach das Publikum begeistern, beispielsweise beim Festivalbeginn am 11. Mai im Friedrichshafener Graf-Zeppelin-Haus.

Neben musikalischen Aufführungen unterschiedlicher Richtungen (Klassik, Jazz, Funk, Chansons, Percussion, Clubsounds usw.) gibt es während des Bodenseefestivals ebenso Theateraufführungen, Lesungen, Ballett sowie zwei Kunstausstellungen in der Städtischen Galerie Tettnang (19. Mai bis 07. Juli) und im Graf-Zeppelin-Haus (11. Mai bis 10. Juni) zu erleben.
Das umfangreiche Festivalprogramm hält sowohl für Erwachsene als auch für junge Kulturfans großartige Veranstaltungen bereit, beispielsweise die „Lange Nacht der Literatur“ am 17. Mai, Kinderkonzerte am 12. Mai und 18. Mai, Musikkabarett und Figurentheater für Erwachsene am 23. Mai, Musik auf der MS Graf Zeppelin und ein Familienkonzert im Neuen Schloss Tettnang am 02. Juni, ein Familienkonzert auf Schloss Achberg am 09. Juni sowie als Abschluss das Picknickkonzert am 10. Juni im Park von Schloss Salem.

Bildquelle: bodenseefestival.de

Die Bodenseeregion ist eine Kunst- und Kulturhochburg. Drei Länder mit facettenreicher Historie, traditionellem Brauchtum und außergewöhnlichen Künstlern liegen am Schwäbischen Meer und auch der Einfluss der Nachbarstaaten Liechtenstein, Frankreich und Italien ist zu spüren. Museen und Galerien sind hier in großer Zahl vertreten, geschichtsträchtige und prachtvolle Gebäude und Anlagen prägen die Region, wie beispielsweise die Festungsruine Hohentwiel, Schloss und Kloster Salem, die Inseln Mainau und Reichenau, das Konzil Konstanz, das Kunsthaus Bregenz, Schloss Arenenberg, das Pfahlbaumuseum Unteruhldingen und das Überlinger Münster.

Charakteristisch sind zudem hochkarätige und beliebte Veranstaltungen wie das Bodenseefestival, das Kulturufer Friedrichshafen, die Langenargener Schlosskonzerte oder die Bregenzer Festspiele. „Kleinere“ Formate und Events, die Projekte abseits des Mainstreams vorstellen, bereichern die kulturelle Landschaft am Bodensee, so zum Beispiel das SHIVERS Film Festival in Konstanz oder die Filmtage Friedrichshafen „Jetzt oder nie“. Wer sich für Filmkunst interessiert, kann übrigens am 03. Mai 2019 dem vorarlberg museum in Bregenz einen Besuch abstatten. An diesem Freitag findet hier die Vorarlberger Kurzfilmnacht statt, bei der eine Vorauswahl für das Alpinale Kurzfilmfestival im August für den Bereich „vorarlberg shorts“ getroffen wird.

Rund um den Bodensee – in Friedrichshafen, Bregenz, Konstanz, Radolfzell usw. – gibt es einige spannende Veranstaltungen, die sich an einem Abend diversen Kulturbereichen oder auch anderen Gebieten widmen, darunter die Lange Nacht der Musik, die Lange Nacht der Technik, die Lange Nacht der Wissenschaft, die Kulturnacht und die Lange Nacht der Bodenseegärten. Ein interessanter Termin für Kulturfreunde, vor allem für Schauspiel- und Literaturfans, ist die Lange Nacht der norwegischen Dramatik am 09. Mai 2019 in Konstanz. Am Donnerstagabend stehen in Konstanz fünf Dramen zeitgenössischer, in Norwegen beheimateter Autorinnen auf dem Programm.

Die szenischen Lesungen in Form von Schauspiel und Monolog am 09. Mai sind übrigens Teil einer Themenwoche zur norwegischen Dramatik, die vom 04. Mai bis zum 11. Mai 2019 in Konstanz veranstaltet wird. Zu dem thematischen Reigen gehört außerdem ein Gespräch am 05. Mai mit Arne Lygre, dem Autor des prämierten Werks „Ich verschwinde“, das ab dem 04. Mai vom Konstanzer Theater aufgeführt wird (wie auch „Meer“ von Jon Fosse ab dem 11. Mai). Darüber hinaus findet am 10. Mai 2019 ein Brunch mit den norwegischen Dramatikerinnen bzw. Vertretern des Dramatikkens hus statt.

Bildquelle: theaterkonstanz.de

Das Ländereck von Deutschland, Österreich und der Schweiz ist eine landschaftlich reizvolle und kulturreiche Region in der Mitte Europas und daher natürlich auch ein beliebtes Urlaubsziel. Der Verkehr im Bodenseeraum ist vielfältig. Städte und Gemeinden am Bodensee wie beispielsweise Meersburg, Friedrichshafen, Gaienhofen, Lindau, Langenargen, Bregenz und Romanshorn können mit dem Pkw, dem Motorrad, dem Bus und der Bahn erreicht werden. Über den Seeweg und das weitläufige, gepflegte Radwegnetz sind ebenfalls viele Städte und Gemeinden im Bodenseeraum miteinander verbunden. Weil die Städte und Ortschaften am See über verschiedene „Verkehrswege“ problemlos erreichbar sind, haben Gäste die Möglichkeit, im Urlaub (selbst im Kurzurlaub) zu vielen sehenswerten Kleinoden auf unterschiedlichen Wegen zu gelangen, zum Beispiel zu Fuß, mit dem Rad oder dem Schiff.

Am ersten Maiwochenende 2019 wird Teilen des Bodenseeverkehrs übrigens auf Grund eines speziellen Jubiläums gedacht. Die „Seelinie“ – eine Eisenbahnstrecke von Schaffhausen bis nach Rorschach – wurde Ende des 19. Jahrhunderts in mehreren Abschnitten geschaffen. Die Teilstrecke Romanshorn-Rorschach wird seit 1869 befahren und begeht damit nun ihren 150. Geburtstag. Doch nicht nur dieses Jubiläum der Eisenbahn zu Lande wird vom 04. Mai bis zum 05. Mai 2019 in mehreren Städten und Gemeinden am Bodensee gefeiert. Ab 1869 existierte ferner der Transport von Eisenbahnen bzw. Wagons über das Schwäbische Meer per Schiff und teilt damit das 150. Gedenkjahr. Die Eisenbahnfähren („Trajekte“) verkehrten damals unter anderem zwischen Lindau, Romanshorn und Bregenz. Im Jahr 1976 wurde die letzte Verbindung dieser Art (Friedrichshafen-Romanshorn) endgültig eingestellt.

Im Rahmen des zweifachen 150. Jubiläums gibt es in den Bodenseestädten Lindau, Romanshorn, Bregenz, Friedrichshafen, Rohrschach sowie Konstanz und Kreuzlingen am kommenden Samstag und Sonntag ein abwechslungsreiches Informations- und Unterhaltungsprogramm für Groß und Klein. In Lindau am Bodensee finden vom 03. Mai bis zum 05. Mai 2019 überdies die 14. Lindauer Gartentage mit interessanten Angeboten und Aktionen statt und Romanshorn organisiert am 04. Mai und 05. Mai 2019 sein beliebtes Hafenfest.

Besucher können am nächsten Wochenende in den Bodensee-Festorten an Bahn- und Schifffahrten teilnehmen. Ab Romanshorn verkehrt zum Beispiel der traditionsreiche Rote Doppelpfeil „Churchill“, der in diesem Jahr seinen 80. begeht und als ältestes, aktives Streckentriebfahrzeug der Schweizerischen Bundesbahnen SBB gilt. Darüber hinaus sind unterschiedliche Ausstellungen und Führungen, Zug- und Schiffsbesichtigungen geplant. Der Abwechslung dienen zudem musikalische Darbietungen, Minigolf, ein Lok-Simulator, Vorträge, Kreativaktionen, handwerkliche Aktivitäten usw. Für das leibliche Wohl der Eisenbahnfans, Freunde der Schifffahrt und Gartenliebhaber ist selbstverständlich gesorgt.

Bild: Georg Trüb

Weniger als 400 Tage sind es noch bis zum 23. April 2020, schon bald fällt der Countdown unter die Jahresfrist von 365 Tagen. Bis zum Stichtag gibt es noch allerhand zu tun in Überlingen am schönen Bodensee, doch längst hat die Stadt vielerorts mit Bau- und Umgestaltungsmaßnahmen begonnen. Überlingen bereitet sich vor, wandelt sich und dies wegen einer ganz besonderen Veranstaltung im Jahr 2020. Vom 23. April bis zum 18. Oktober nächsten Jahres wird Überlingen Ausrichter sein für die erste Landesgartenschau am Schwäbischen Meer!

Es ist ein Mammutprojekt, das mit vielseitiger Bürgerbeteiligung und mit Unterstützung des Landes Baden-Württemberg in gut einem Jahr verwirklicht sein wird und auch nach der Landesgartenschau 2020 sollen die geschaffenen Kleinode intensiv von Bürgern und Gästen genutzt werden. Durch die Entstehung dieser zusätzlichen Anziehungspunkte erhöht Überlingen am Bodensee nachhaltig seine Attraktivität als Lebensmittelpunkt und Ferienstandort im Dreiländereck Deutschland, Österreich und Schweiz.

Was ist geplant? Eine spezielle Attraktion wird der naturnahe Uferpark mit einer Fläche von etwa 6 Hektar. Auf dem großzügigen, bisher eher „grauen“ Gelände finden sich dann viel Begrünung (heimische, rare Arten), Spielflächen und Spielgeräte für Kinder und Jugendliche, ein Areal zum Kneippen im Bodensee sowie zahlreiche Erholungsplätze mit einem wunderbaren Blick über das Schwäbische Meer. Weiterhin werden einige Stadtgebiete bis zur Landesgartenschau am Bodensee erneuert und umgestaltet, darunter der Landungsplatz, der Mantelhafen, die Menzinger Gärten sowie die Rosenobelgärten mit dem Rosenobelturm.

Die Besucher dürfen sich also auf viele Anziehungspunkte und Aktionen freuen. Einige bisher kaum zugängliche Bereiche werden bis zur Landesgartenschau (und für danach) erlebbar gemacht. Es sollen unter anderem Schwimmende Gärten, Schaugärten mit aktuellen Trends, kleine Nutzgärten, ein Grünes Klassenzimmer, eine Waldrapp-Aufzuchtstation, Aussichtspunkte und Möglichkeiten zum Kneippen neu geschaffen werden – passend, schließlich ist Überlingen traditionsreiches Kneippheilbad.

Allerlei Interessantes gibt es dann zur Landesgartenschau 2020 bei den heimischen Landwirten, Imkern, Landfrauen, diversen weiteren Vereinen und Verbänden bei verschiedenen Ausstellungen und Präsentationen zu erfahren. Im Pflanzenhaus Überlingen können dann beispielsweise Kakteen bestaunt werden und in der früheren Klosterkirche zudem regelmäßig Blumenarrangements.

Doch nicht nur das unmittelbare Stadtgebiet von Überlingen erfährt Veränderung, auch umliegende Teilorte möchten mit verschiedenen, geförderten Projekten am Landesgartenschaujahr teilhaben. So sollen unter dem Leitmotiv „Landesgartenschau Plus“ zum Beispiel ein Geschichtslehrpfad in Lippertsreute und eine Naturbühne in Nesselwangen entstehen und es gibt zahlreiche weitere Vorschläge bezüglich Neugestaltung und Schaffung von kulturellen und naturnahen Gebieten sowie Angeboten. Für die Landesgartenschau Überlingen wurden übrigens nicht nur spannende Projekte konzipiert und Veranstaltungen geplant. Es gibt mit „Auf zu neuen Ufern“ von den „Jungs vom Bodensee“ sogar einen Landesgartenschau-Song!

Während der Landesgartenschau locken natürlich vielfältige Ausstellungen aber auch musikalische Veranstaltungen, Kleinkunst, diverse Feste und Aktionstage, Open-Air-Kino und sportliche Events finden vom 23. April bis zum 18. Oktober 2020 statt. Bis zur Eröffnung der LGS vergeht noch ein knappes Jahr, doch auch dieser zeitliche Meilenstein muss gefeiert werden. Daher wird am Dienstag nach Ostern (23. April 2019) auf dem Überlinger Landungsplatz ein kleiner Festakt mit Musik, Spiel und Spaß für die Jüngeren organisiert, bei dem der öffentliche Platz nach der Umgestaltung nun offiziell der Öffentlichkeit übergeben wird.

Bildquelle: Landesgartenschau Überlingen 2020 GmbH/Paul Meyer

Die Schlemmerzeit beginnt! Endlich kann im Freien wieder gegrillt und mit der Eistüte in der Hand am Bodenseeufer entlang geschlendert werden. Bald sorgt der heimische Kräutergarten wieder für viel frisches „Grün“ auf den Tellern und die rot leuchtenden Früchte der Erdbeerpflanzen für süßen Genuss zwischendurch. Bis der Garten wieder zum „Nahrungslieferant“ und farbenfrohen Ort der Erholung wird, dauert es zwar noch ein Weilchen, aber mit der Planung kann schon jetzt begonnen werden. Beete vorbereiten, Saatgut und Pflänzchen kaufen, pikieren – es gibt allerhand zu tun im Frühjahr. Der Lohn für all die Mühe folgt erst in den kommenden Monaten. Wer aber schon jetzt kulinarische Höhepunkte genießen oder seinen Liebsten zum Osterfest servieren möchte, kann zum Beispiel typische Leckereien aus Italien am Marktstand Mitte April in Bregenz am Bodensee erwerben.

Der Italienische Spezialitätenmarkt wird vom 17. April bis zum 21. April 2019 veranstaltet und hält ein interessantes Sortiment mit Schlemmereien aus dem südlichen „Stiefel-Staat“ bereit. Auf dem Sparkassenplatz der Bodenseestadt offerieren von Mittwoch bis zum Sonntag ausgewählte Erzeuger und Händler unter anderem Olivenöl, Pasta, Gewürze, verschiedene Käse- und Salamivariationen, Torrone und Taralli. Wer seinen Ostertisch mit Köstlichkeiten aus Sizilien, Umbrien, der Toskana, der Lombardei usw. eindecken möchte, schaut nächste Woche in Bregenz vorbei.

Rebensaft aus „Bella Italia“ gehört freilich auch zu den Produkten, die auf dem Italienischen Markt präsentiert werden. Wer neben Weinen aus Italien auch köstliche Bodenseeweine zum Osterfest (oder zu einer anderen Gelegenheit) servieren möchte, kann sich beispielsweise auf der Bodensee Weinmesse am 13. April 2019 im Dornier Museum Friedrichshafen informieren und beraten lassen. Am Samstag in der Zeit von 15 Uhr bis 20 Uhr treffen Weinfreunde im Museum für Luft- und Raumfahrt auf Winzer der Bodenseeregion und ihre edlen Tropfen (neuer Jahrgang).

Weitere Schmankerl warten selbstverständlich in den Gastronomiebetrieben am Bodensee, bei den Weingütern und Winzervereinen im Dreiländereck sowie auf so manchem Bodenseeschiff. Einige Schifffahrtsunternehmen laden regelmäßig zu idyllischen Fahrten auf dem Schwäbischen Meer mit kulinarischem Höhepunkt ein, so zum Beispiel BSB mit dem „Spargel-Schmaus“ sonntags vom 14. April bis zum 19. Mai 2019. Freilich steht bei dieser Art Rundfahrt auf dem See die weiße und grüne Gemüsepflanze kulinarisch im Vordergrund. Übrigens noch bis zum 13. April sind heimische Gastronomen und Erzeuger mit speziellen Speisen, heimischen Waren und Aktionen (Kochkurse, Räucherfisch usw.) an dem Veranstaltungsreigen „Überlinger Heimatgenüsse“ beteiligt.

Bildquelle: www.bregenz.travel

Was haben Federica de Cesco, Eva Wannenmacher und Frölein Da Capo gemein? Nun ja, die drei Damen sind alle in der Schweiz beheimatet und widmen sich der Kultur auf unterschiedlicher Art. Das sind schon zwei Gemeinsamkeiten. Außerdem werden die Schriftstellerin Federica de Cesco, die Kultur-Moderatorin Eva Wannenmacher sowie die Musikerin und Schauspielerin Frölein Da Capo (Irene Brügger) am Samstag die Jubiläumsausgabe der „Erzählzeit ohne Grenzen“ Singen-Schaffhausen im Stadttheater Schaffhausen eröffnen!

Zum 10. Mal wird das Literaturfestival in der Bodenseeregion zwischen Singen und Schaffhausen veranstaltet und die aktuelle Jubiläumsauflage liefert wieder einmal einen bunt gemischten Reigen an Lesestoff, Autoren sowie Veranstaltungsstätten im Ländereck Bodensee. Vom 06. April bis zum 14. April 2019 sind fast 60 literarische Events im Rahmen des Festivals geplant. Die große Auswahl an Lektüren, Literaten und Erzählern sowie Kulissen machen den grenzüberschreitenden Literatur-Event zu einem Anziehungspunkt für ein großes Publikum.

In Singen laden beispielsweise das Archäologische Hegau-Museum und das MAC Museum Art & Cars zu einem interessanten Literaturabend ein, in Schaffhausen dienen zum Beispiel das Museum zu Allerheiligen und die Vebikus Kunsthalle als Leseorte. Ebenso gehören unter anderem Aach, Engen, Gailingen, Löhningen, Neuhausen am Rheinfall, Öhningen, Rielasingen und Stein am Rhein zu den mehr als 40 deutschen und Schweizer Städten und Gemeinden, die in den nächsten Tagen das Ziel etlicher Literaturfreunde sein werden.

Die Vielfältigkeit der Veranstaltung betrifft nicht nur die Leseorte – vom Kloster und Schlosskeller über Sparkassenfiliale bis hin zu Schützenhaus und Schulgebäude. Sie zieht sich freilich auch bis zu den beteiligten Künstlern und ihren Werken. Zu den deutschsprachigen Autorinnen und Autoren, die bei der 10. „Erzählzeit ohne Grenzen“ ihren Lesestoff vorstellen, gehören renommierte Künstler aber auch interessante Newcomer wie Charles Lewinsky, Feridun Zaimoglu, Ally Klein und Donat Blum.

Es gibt Adolf Muschg´s Liebesgeschichte in Fukushima „Heimkehr nach Fukushima“ aber auch Lukas Linder´s skurrile und humorvolle Lebens- und Familiengeschichte „Der letzte meiner Art“ zu hören und das Leben bekannter Persönlichkeiten wie Karl Barth oder Antigone wird gleichfalls beleuchtet. Die literarisch verarbeiteten Themen sind breit gefächert. Liebe, Abschied, Exzesse, Gefahren, Vergangenheit, Zukunft, Lebenswünsche und Lebensrealitäten, all dies und viel mehr begegnen den Zuhörern bei der „Erzählzeit ohne Grenzen“ vom 06. April bis zum 14. April 2019.

Kino ist ein klassisches, einst führendes Unterhaltungsmedium, das auf Grund der Entwicklung und Nutzung von Videorecordern, DVDs, Blu-rays und aktuell vor allen Dingen Streaming-Diensten im Internet zwar an Bedeutsamkeit ein wenig eingebüßt hat, doch bis heute ein Anziehungspunkt für Filmliebhaber aller Altersklassen ist mit einem ganz besonderen Flair. Ein echter Blockbuster auf dem heimischen Fernsehgerät zu sehen – unabhängig davon, welche Bilddiagonale dieser bietet, ist eben ein anderes Erlebnis, als den Streifen auf einer riesigen Kinoleinwand, vielleicht sogar in 3D, mit wohlklingendem Sound, in einem gemütlichen Kinosessel stilecht mit Popcorn oder Nachos vorgeführt zu bekommen.

Früher galt ein Kinobesuch als gesellschaftliches Ereignis, nach dem Motto „sehen und gesehen werden“ und auch weil Nachrichten über die Filmprojektoren liefen. Und wer erinnert sich nicht gern zurück an den ersten Kinobesuch mit dem Schwarm und die (teils kuriosen, teils vergeblichen und teils geglückten) Versuche, den Arm um sie zu legen oder seine Hand zu ergreifen. Auch für die Technikbranche und natürlich das Segment der Filmproduktion hatten und haben Lichtspielhäuser einen enormen Stellenwert. Die Branchen haben sich gegenseitig vorangetrieben, beispielsweise im Hinblick auf technische Errungenschaften und Wandelungen, wie der Wechsel von Stummfilm auf Tonfilm oder die heutige 3D-Technik.

Erste Filmprojektionen für zahlende Zuschauer – also sinngemäß eine Kinovorstellung – gab es im Jahr 1895, unter anderem im Berliner Wintergarten. Doch nicht nur die Landeshauptstadt hat eine reiche Kinogeschichte zu bieten, auch Überlingen am wunderschönen Bodensee kann auf eine 100jährige Historie in Sachen Kino zurückblicken. Die erste belegbare Filmvorführung fand 1907 statt, das erste richtige Kino ging einige Jahre später 1919 in der Franziskanerstraße in Betrieb. Was als „Lichtspielhaus Überlingen“ begann, ist bis heute als „Kammerlichtspiele“ bekannt. Das in den frühen 50er Jahren eröffnete, zweite Überlinger Kino im Rabensaal wurde später zwar abgerissen, doch das Traditionslichtspielhaus in der Franziskanerstraße erweitert. Es zeigt als „Kammer & Tivoli“ bis dato diverse Filme (Mainstream und Alternative) und Live-Opernübertragungen in zwei Kinosälen.

Viele Überlinger gedenken sicherlich gern ihrem ersten „heimischen“ Kinobesuch und wer sich an diesen besonderen Anlass und die bewegte Kinogeschichte der Bodenseestadt eindrücklich erinnern lassen möchte, sollte dem Städtischen Museum Überlingen in den kommenden Wochen einen Besuch abstatten. Das Städtische Museum präsentiert vom 02. April bis zum 31. Oktober 2019 eine Sonderausstellung, die der langjährigen Geschichte des Kammerlichtspielhauses gewidmet ist. In der Ausstellung „Verführung. 100 Jahre Kino in Überlingen“ werden unter anderem historische Technik, Plakate und ein kleiner Kinosaal gezeigt. Führungen zur cineastischen Sonderschau in Überlingen werden zudem regelmäßig angeboten.

Abwechslungsreiche Kulturaktionen und Kunst bis Mitternacht erleben, interessante Gespräche mit Kunstschaffenden und Kulturfans führen und dies an der Grenze zweier kulturaffiner Länder sowie unmittelbar an einem der reizvollsten Gewässer Europas? Kein Problem! Mit der „Kunstnacht Konstanz Kreuzlingen“ haben die deutsche Stadt Konstanz und die Schweizer Stadt Kreuzlingen – Nachbarstädte am Bodensee – einen großartigen Kulturevent Ende März geplant.

Am 30. März 2019 dürfen sich Kulturfreunde aus dem Dreiländereck von Deutschland, Österreich und der Schweiz und natürlich auch auswärtige Gäste mit entsprechendem Interesse auf ein buntes Kunst- und Kulturprogramm auf den Straßen, in Galerien und anderen Kulturstätten der beiden Bodenseestädte freuen. Zu den insgesamt 20 teilnehmenden Standorten an diesem Samstagabend gehören beispielsweise auf Konstanzer Seite das Rosgartenmuseum, der Gewölbekeller des Kulturzentrum am Münster, die Untere Laube, die Neuwerk Kunsthalle, der Turm zu Katz, die Universität Konstanz und das Zebra Kino. In Kreuzlingen laden unter anderem der Boulev’art (Boulevard), der Kunstraum Kreuzlingen sowie das Kult-X dazu ein, vielfältige Kunst und Kultur in den Abendstunden zu entdecken.

Eröffnet wird die „Kunstnacht Konstanz Kreuzlingen“ am 30. März um 18 Uhr am Kreuzlinger Tor. Bis Mitternacht haben die Besucher die Möglichkeit, verschiedene Kunstformen an der deutsch-Schweizer Grenze zu erleben, darunter Gemälde, Zeichnungen, Installationen, Fotografien, Live-Performances, Musik- und Filmdarbietungen. Darüber hinaus finden unterschiedliche Führungen und sogar Verlosungen statt. Wer Glück hat, kann also bald ein Kunstwerk sein Eigen nennen oder seine eigene Kunstsammlung hiermit erweitern.

Übrigens wird nicht nur der Geist an diesem Abend „genährt“ und dazu verleitet, über Kunst und Kunstschaffende oder auch über persönliche Erfahrungen nachzudenken bzw. zu diskutieren. Ebenso erwarten die Besucher der „Kunstnacht“ mehrere kulinarische Anziehungspunkte, zum Beispiel im Rosgartenmuseum der „Rosgarten-Cocktail“. Und um von einer Kulisse zum nächsten Kulturpunkt in Konstanz oder Kreuzlingen zu gelangen, kann bequem der eingesetzte Shuttlebus genutzt werden. Dieser Samstagabend am wunderschönen Bodensee verspricht, ein entspannter Abend mit facettenreichen Kunstbeiträgen und interessanten Kontakten zu werden!

Bildquelle: www.kunstnacht.de