2.04.2009

Ausstellungen im Neuen Kloster Schussenried


Neues Kloster Schussenried
Die Staatlichen Schlösser und Gärten starten mit zwei Ausstellungen in die Saison.

Ab dem 4. April sind gleich zwei Ausstellungen in den barocken Räumen des Schussenrieder Klosters zu sehen: Silber des Historismus aus königlichem Besitz zum einen und Holzarbeiten des Künstlers Gunter Schmidt-Riedig zum anderen. Wie in den vergangenen Jahren erweist sich das Neue Kloster in Bad Schussenried wieder als ein Ort, der sich mit ungewöhnlichen Ausstellungen seine Bedeutung in der Kulturlandschaft Oberschwabens verschafft hat.

Meisterwerke der Silberschmiedekunst aus Bebenhausen, dem Jagschloss des württembergischen Königs Karl gastieren in Oberschwaben und machen Lust auf einen Besuch im Schönbuchkloster Bebenhausen. Die funkelnden Stücke, die die Staatlichen Schlösser und Gärten unter dem Titel „Aufpoliert“ zeigen, gehören zur Ausstattung des Jagdschlosses, das von König Karl und Königin Olga im 19. Jahrhundert in Nebengebäuden des Klosters Bebenhausen eingerichtet wurde. Unter der Leitung des Architekten August von Beyer wurden für den neuen König die noch heute erhaltenen Gemächer im Stil des Historismus eingerichtet. Wahrscheinlich war das der Anlass für das württembergische Königspaar, eine große Gruppe von sehr dekorativen Silberobjekten zu kaufen. Entstanden sind die Stücke in der Werkstatt des Hanauer Silberwarenfabrikant Philipp August Schleissner. Diesen Stücken widmet sich die Kabinettausstellung der Staatlichen Schlösser und Gärten im Neuen Kloster von Bad Schussenried. Insgesamt 19 der aufwendigen Stücke sind dort zu sehen, etwa der kostbare Tafelaufsatz, der die Jagdgöttin Diana auf dem Hirsch zeigt oder ein Nautiluspokal – Stücke, die Vorbilder der deutschen Renaissance aufgreifen.

Eine ganz andere Position nehmen die Holzbildwerke des Aulendorfer Künstlers Gunter Schmidt-Riedig ein. Sie versinnbildlichen Sehnsucht, Liebe, die Schwere des Lebens, die Geborgenheit und die Hoffnung. Die Skulpturen, die aus den verschiedensten Holzarten geschaffen wurden, entstammen der Werkstatt des Künstlers in Aulendorf-Blönried. Seit 1996 präsentierte der Künstler seine Werke in mehr als 66 Ausstellungen im In- und Ausland. Der Höhepunkt bisher: eine Ausstellung bei der EXPO in Hannover im Jahr 2000. Unter dem Titel „Der Mensch begegnet seinem Engel“ ist jetzt ein Querschnitt des bisherigen Schaffens von Schmidt-Riedig zu sehen; 56 Skulpturen sind es, Sinnbilder für Sehnsucht, Liebe, die Schwere des Lebens, Geborgenheit und Hoffnung.

„Aufpoliert“. Königliches Schausilber aus Schloss Bebenhausen
4. April bis 2. August

Sprechendes Holz – Der Mensch begegnet seinem Engel Ausstellung von 56 Holzskulpturen des Holzbildhauers Gunter Schmidt-Riedig
4. April bis 1. November 2009

Neues Kloster Schussenried
Di bis Fr 10 bis 13 Uhr und 14 bis 17 Uhr
Sa, So und Feiertags 10 bis 17 Uhr

→ Jeden zweiten Sonntag im Monat um 14 Uhr führt Gunter Schmidt-Riedig selbst durch die Ausstellung.

Nähere Informationen unter:
Kloster Bad Schussenried
Tel.: 07 31-50 28-975
Tel.: 0 75 83-33 16 62 (Kasse Neues Kloster)
e-mail: info@kloster-schussenried.de
www.kloster-schussenried.de

Kommentare

ich hätte gerne unterlagen für einen besuch mit führung für meinen kirchenchor in ihrem klosterunser termin ist am24. juli 2010 unsere ankunft bei ihnen ca.10.00-11.oo .
meinepostadr. gaiser ewald im rohrfeld 11 74420 oberrot mfg.

bitte um antwort

Hinterlasse einen Kommentar

Dein Kommentar: