26.11.2018

Flora und Fauna zur kalten Jahreszeit erleben


Die Temperaturen sinken, statt strahlendem Sonnenschein schieben sich Schnee- und Regenwolken am Himmel entlang: es ist Winter und so mancher kann die „Reiselust“ der Zugvögel und die Tiere, die Winterschlaf bzw. Winterruhe halten, durchaus verstehen. Heimische Tiere in freier Wildbahn im Winter zu beobachten, gestaltet sich schwierig. Die einen verbringen den Winter im sonnigen Süden und kehren erst im Frühjahr in unsere Gefilde zurück, andere bleiben zwar in unseren Breitengeraden halten sich jedoch die meiste Zeit in ihrem Unterschlupf versteckt.

Dabei sind es nicht nur die sinkenden Temperaturen, Lichtmangel und Wetterbedingungen wie Regen und Schnee, die von den Dagebliebenen allerhand abverlangen, sondern auch der Mangel an Nahrung. Um die kalten Monate zu überleben, legen einige Tierarten interessante Verhaltensweisen „an den Tag“. Sie folgen einem gut durchdachten, entwickelten „Fahrplan“, um bei uns zu überwintern. Über die verschiedenen Taktiken zum Überwintern berichtet aktuell das Naturmuseum Thurgau in der Schweizer Stadt Frauenfeld, rund 25 Kilometer von Kreuzlingen am Bodensee entfernt.

Die Sonderausstellung „Überwintern – 31 großartige Strategien“ wurde vom Naturmuseum Luzern konzipiert und zeigt faszinierende Verhaltensweisen heimischer Tiere und Pflanzen, darunter zum Beispiel die der Honigbienen, Murmeltiere, Schneehasen, Rauchschwalben und Schneeglöckchen. Bis zum 17. Februar 2019 präsentiert das Naturmuseum Thurgau in Frauenfeld die spannende Gastausstellung, zu der neben sehenswerten Exponaten in winterlicher Kulisse ein ansprechendes Rahmenprogramm gehört mit verschiedenen Führungen, einem Kinderworkshop am 09. Dezember 2018 (Spurenstempel) und einer Wasservogelexkursion im Januar 2019.

Wer wegen des Winters die gefiederten Freunde am Himmel vermisst, immerhin genießen einige Arten gerade „ihren Sommerurlaub“ im Süden, kann zumindest einen interessanten Blick auf so manches Federkleid werfen. Die Sonderschau des Bodensee Naturmuseum in Konstanz „Ab in die Federn – Wie Vögel sich schmücken, tarnen und fliegen“ läuft noch bis zum 17. März 2019. Und weil die Brutzeit vorbei ist, kann außerdem die Mettnau ausgiebig erkundet werden, auch Bereiche die ansonsten aus Vogelschutzgründen gesperrt sind. Hierzu haben Interessierte bis zum März Gelegenheit, eine geführte Exkursion findet beispielshalber am 11. Dezember 2018 statt.

Im Dezember, zur Adventszeit organisiert ferner die inatura in Dornbirn schöne Aktionen, vor allem für Kids. Am 14. Dezember werden naturnahe Geschichten vorgetragen und die Teilnehmer können Tiere anhand von Fraß- und Nagespuren bestimmen. Am 22. Dezember sorgt eine weihnachtliche Clownshow für Vorfreude und Unterhaltung und am 24. Dezember veranstaltet die inatura bis zum frühen Nachmittag eine Kinderweihnacht mit einem bunten Programm aus Basteln, Erforschen und weihnachtlichen Geschichten – Zeit für die Erwachsenen das große Fest in Ruhe vorzubereiten!

Bildquelle: www.naturmuseum.tg.ch

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