18.04.2008

Ab in den Bayerischen Wald


Ferienregion Bayerischer Wald

Der Bayerische Wald, das größte in sich geschlossene Waldgebiet Mitteleuropas, erstreckt sich zwischen der Donau, dem Böhmerwald und der österreichischen Grenze und erreicht mit dem 1457 Meter hohen Großen Arber seinen höchsten Punkt. Zu Erreichen ist die Ferienregion vom Bodensee aus in ca. 3,5 Autostunden. Den Touristen erwartet eine ursprüngliche, intakte Ferienlandschaft, welche sich hervorragend für Wanderungen oder Radtouren eignet. In der kalten Jahreszeit bieten die Skigebiete an den Hängen des Großen Arbers und des Predigtstuhls Skifahrern und Snowboardern beste Bedingungen. Kulturinteressierte finden im Bayerischen Wald ein tief verwurzeltes Brauchtum, welches in zahlreichen Museen dokumentiert wird. Die vielfältigen Sehenswürdigkeiten der Region eignen sich für einen erlebnisreichen Familienurlaub.

Zum Schutze der einzigartigen Flora und Fauna des Mittelgebirges entstand 1970 mit dem Nationalpark Bayerischer Wald die erste Einrichtung dieser Art in Deutschland. Mehr als 30 Lehrpfade verdeutlichen die Bedeutung des Waldes für den Menschen. Am Naturparkhaus bei Niederschönau können Bären, Luchse und Wildkatzen in ihrer natürlichen Umgebung bestaunt werden. Ein Gesteinsgarten macht mit der Pflanzenwelt des Bayerischen Waldes vertraut. Der “Seelensteig” mahnt zu Einkehr und Besinnung.

Zwiesel gilt als Hauptort des Bayerischen Waldes. Böhmische Glasbläser begannen hier im 14. Jahrhundert mit der Errichtung erster Glashütten und begründeten die Glasindustrie im Bayerischen Wald, welche Weltruhm erlangte. Über den Dächern von Zwiesel erhebt sich der 84 Meter hohe Turm der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus, welche auch als “Dom des Bayerischen Waldes” bezeichnet wird. Einblicke in die Tier- und Pflanzenwelt, die Holzgewinnung sowie das Brauchtum der Region gewährt das Waldmuseum.

Am Fuße des großen Arbers liegt Bodenmais, der meistbesuchte Ort des Bayerischen Waldes. Ein Erlebnis ist der Besuch des Kristallgartens der “Joska Glasbläsereien”. Auf dem Silberberg gibt eine Museumsmine Einblicke in den Alltag der Bergleute in früherer Zeit. In einer etwa 2stündigen Wanderung lässt sich der Gipfel des Großen Arber erreichen. Alternativ ist der Aufstieg auch per Seilbahn möglich.

Bereits 1376 wurden Grafenau die Stadtrechte verliehen. Die älteste Stadt des Bayerischen Waldes wurde früh durch den Salzhandel geprägt, woran das jährliche Salzsäumerfest erinnert. Im Stadtmuseum lohnt die kuriose Schnupftabakaustellung einen Besuch. Im Kurpark wird in zwei Bauernhäusern kunstvoll gestaltetes Mobiliar aus zwei Jahrhunderten präsentiert.

In Frauenau hat die älteste Glasfabrik der Welt ihren Sitz. Einen Streifzug durch die Glasherstellung von der Antike bis zur Gegenwart bietet das Glasmuseum. Mit der Rokokokirche Maria Himmelfahrt verfügt Frauenau über eines der schönsten Gotteshäuser im bayerischen Raum.

Ein Ausflug ins benachbarte Tschechien lässt sich in Bayerisch Eisenstein unternehmen. Für Entspannung pur sorgt das Arber-Wellenhallenbad. Eisenbahnnostalgie verspricht das Localbahnmuseum, mit seinem historischen Fahrzeugpark.

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