Wer an Russland denkt, dem kommen unter anderem die weite Taiga, der Ural, der Baikalsee, die Wolga, die kyrillische Schrift, Matroschka, Väterchen Frost, Pelmeni, Wodka, der Rote Platz, der Kreml, der Katharinenpalast, die Eremitage, das Lenin-Mausoleum, Katharina die Große, Michail Gorbatschow, Juri Gagarin, Dmitri Mendelejew, Grigori Rasputin, das Bolschoi-Theater, der Don Kosaken Chor Serge Jaroff, die Balalaika, Pjotr Tschaikowski, Sergei Rachmaninow, Fjodor Dostojewski, Maxim Gorki, Alexander Puschkin, Lew Graf Tolstoi, Anton Tschechow und Wassily Kandinsky in den Sinn – die Liste russischer Symbole, Attribute sowie bekannter Persönlichkeiten und Künstler ließe sich natürlich seitenweise erweitern.

Raue und wildromantische Landschaften, beeindruckende Bauwerke und Museen, vielfältiges und lebendiges Brauchtum sowie herausragende Künstler in der Malerei, Literatur und der Musik sind prägend für den flächenmäßig größten Staat der Welt. Diesem geschichtsträchtigen, faszinierenden Land widmet sich in diesem Jahr das renommierte Bodenseefestival, das vom 05. Mai bis zum 27. Mai 2018 die reiche russische Kultur in das reizvolle Dreiländereck von Deutschland, Österreich und der Schweiz bringt.

Leitmotiv des 30. Bodenseefestivals ist „Russland – Vorwärts zu neuen Ufern“ und Kulturfreunde können sich fast den gesamten Mai über an der viel gerühmten „russischen Seele“ in Musik, Tanz und Literatur erfreuen. Streich- und Klavierkonzerte, Chormusik, Liederabende, eine Ausstellung von Design-Spielzeugen, musikalische Märchen, Lesungen, Vorträge, Ballett- und Theateraufführungen sind im Rahmen des diesjährigen Bodenseefestivals geplant. Unter den mehr als 60 Events des Kulturreigens am Bodensee finden sich innovative und traditionelle Festival-Höhepunkte wie das Literaturschiff, das Picknickkonzert im Schlosspark Salem, die „Lange Nacht der russischen Literatur“, ein russisches Popkonzert und die großartige Verbindung klassischer Töne und elektronischer Musik.

Letzteres sowie auch das außergewöhnliche Zusammenspiel von Live-Klassik, Live-Mixes und Leinwanderlebnis verdanken die Zuschauer und Zuhörer einem der diesjährigen Artists in Residence Gabriel Prokofiev – Komponist, DJ, Produzent, Enkel des Komponisten und Pianisten Sergei Prokofiev sowie Begründer der gefeierten Club-Veranstaltungen „Nonclassical Nights“. Der ausgezeichnete Pianist Dmitry Masleev ist ebenfalls Artist in Residence des 30. Bodenseefestivals und musiziert unter anderem beim Eröffnungskonzert am 05. Mai 2018 in Friedrichshafen.
Auch für alle kleinen Musikfans hält das Bodenseefestival wieder schöne Veranstaltungen bereit, wie das Mitmach-Märchenkonzert „Im Zauberreich von Baba Jaga“, Tschechows Tiergeschichte „Kaschtanka“ und das Picknickkonzert in Salem am 21. Mai 2018 mit Jonglage, Clownerie und dem bekannten Musikmärchen „Peter und der Wolf“.

Bildquelle: bodenseefestival.de

Herrlichstes Frühlingswetter, ja sogar sommerliche Temperaturen von bis zu 30 Grad stehen in den nächsten Tagen bevor. Der April meint es momentan sehr gut, gleiches gilt für die Eventkalender der Bodenseeregion, die für die folgenden Apriltage interessante und spannende Aktivitäten und Veranstaltungen bereithalten. Am Wochenende gibt es zum Beispiel mit der „Belebten Burg“ auf der Alten Burg Meersburg ein informatives und unterhaltsames Event für die ganze Familie!

Bei den Aktionstagen „Belebte Burg“ erfahren Klein und Groß Interessantes und Wissenswertes aus dem Leben und Alltag im Mittelalter. Mittelaltergruppen und Mittelalterfans präsentieren an diesen Tagen unter anderem altes Handwerk, Kleidung, Waffen und sogar Speisen und ihre Zubereitung. Am Samstag, den 21. April und Sonntag, den 22. April 2018 sind als aufführende Gruppen zum Beispiel die „Gesellschaft des Elefanten“ und „Niedertor mit Gefolge“ vertreten und vermitteln einen Eindruck vom Leben der Adligen im späten 14. Jahrhundert und frühen 15. Jahrhundert. Nachempfunden sind bei diesen Gemeinschaften der Tiroler Adelsmann Sigmund von Niedertor sowie der Tiroler Adelszusammenschluss „Elefantenbund“.
Nicht nur die Gruppen und ihre Darstellung sind ein Erlebnis, auch die Kulisse selbst. Immerhin ist die Alte Burg Meersburg als „älteste bewohnte Burg Deutschlands“, einstige Residenz der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff sowie trutziges Bauwerk inmitten der sehenswerten Mittelalterstadt Meersburg ein Highlight und Symbol des malerischen Dreiländerecks Bodensee! Und wer am kommenden Wochenende vielleicht schon eine andere schöne Aktivität am Bodensee geplant hat oder eine andere faszinierende Veranstaltung im Bodenseeraum besuchen möchte, kann sich über weitere Termine der „Belebten Burg“ auf der Burg Meersburg freuen. Denn am 21. April und 22. April handelt es sich um die Auftaktveranstaltung dieser Saison. Weitere Termine sind von Mai bis Oktober vorgesehen!

Eine weitere empfehlenswerte Veranstaltung am folgenden Wochenende ist die „Zeller Musiknacht“ am Samstag. In mehreren Gastronomie- und Musikbetrieben in der Innenstadt von Radolfzell am Bodensee „steppt“ am Abend „der Bär“. Musikalisch wird einiges geboten – von Deutschrock über Soul und Funk bis hin zu Rock´n´Roll. Wer da nicht (mit)wippt, ist wohl selber Schuld!

Noch mehr kulturelle Höhepunkte bietet beispielsweise das Zebra Kino in Konstanz, das noch bis zum 25. April 2018 im Rahmen des Filmfestivals „Queergestreift“ einige außergewöhnliche, teils ausgezeichnete „Streifen“, abseits des Hollywood-Kinos, präsentiert. Das Festival findet zum 31. Mal statt und hat eine große Fangemeinde.

Abwechslungsreich wird es sicher außerdem am 25. April 2018 im Kulturladen in Konstanz, wenn zum Grandmaster Poetry Slam (moderner, lebendiger Dichterwettstreit) einfallsreiche, witzige, nachdenkliche Worte erklingen und Auftritte das Publikum begeistern.

Bildquelle: www.burg-meersburg.de

Endlich Frühling! Endlich wieder Spaziergänge durch Wald und Flur! Familienausflüge durch die malerischen Bodenseelandschaften stehen in diesen Tagen wieder hoch im Kurs. Frische Luft, Sonne tanken, Pflanzen und Tiere entdecken. Auch den Kleinen bereitet es viel Freude, zu sehen, wie die Natur aus ihrem „Winterschlaf erwacht“. Blumen pflücken, allerlei emsiges Getier beobachten und natürlich Stöcke und Steine sammeln – es gibt eben einiges zu sehen und zu erleben bei einem Spaziergang. Oftmals sind die Jacken- und Hosentaschen nach einem Naturausflug prall gefüllt, die kleinen „Natur-Schätze“ werden nach Hause getragen zum Spielen, zum Forschen und Basteln. Manchmal bleibt eine solche „Kostbarkeit“ in ihrem „Versteck“ verborgen, bis spätestens Mama oder Papa vor dem Wäschewaschen die Hosen- und Jackentaschen der Kinder leeren…

Vor allem Steine sind ein beliebtes Spazier-Mitbringsel. Ob groß oder klein, dunkel oder hell, glatt oder rau, spitz oder rund, manchmal glitzernd oder mit Einschlüssen versehen. Zurecht lassen sich die Kids (und nicht selten auch Erwachsene) von Steinen und Mineralien begeistern. Die vielfältige Welt der Mineralien und Gesteine ist ein Themenpunkt im Konstanzer Bodensee Naturmuseum. In Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Naturkundemuseum Stuttgart und dem Industrieverband Steine und Erden Baden Württemberg e.V entstand zum Beispiel die Erlebnis- und Spielausstellung „steine im fluss“ vor dem Museum. Auf dem weitläufigen Areal erfahren Interessierte einiges über die heimische Geologie sowie typische Gesteine und deren Verwendung. Die frei zugängliche, geologische Ausstellung bietet für Kinder und Erwachsene die Möglichkeit, Wissen zu erlangen, sich selbst auszuprobieren und Spaß zu haben – sei es beim Klettern, Rutschen, Steine schleifen oder beim Fossilien entdecken.

Außerdem organisiert das Bodensee Naturmuseum am 15. April 2018 einen Themennachmittag für die ganze Familie, bei dem die beliebten Sammelobjekte und Naturschätze – nämlich Steine – im Vordergrund stehen und ganz genau betrachtet werden. Die verschiedenen Erscheinungsformen und Eigenschaften von Gesteinen werden dabei ebenso erläutert, wie die unterschiedliche Nutzung dieser früher und heute. Beim nächsten Spaziergang wissen Klein und Groß dann vielleicht ganz genau, was für einen „Schatz“ sie gefunden haben.

Bildquelle: Juana Kreßner / pixelio.de

Schokoladenosterhasen, Sahnetorte, Osterlamm, Hefezopf, Möhrenkuchen, Osterbrot, Hasenbraten, Eierlikör, Lammhaxen, gefüllte Eier, Osterfladen, Fischgerichte, Spinat, Kräutersoße, falscher Hase usw. – ja zu den Osterfeiertagen kann man es sich kulinarisch gesehen schon recht gut gehen lassen und der Vielfalt auf der Tafel sind quasi keine Grenzen gesetzt. Wer möchte, kocht und serviert nach heimischer Tradition, zum Beispiel am Gründonnerstag eine „grüne“ Speise und am Karfreitag ein Fischgericht. Aber auch ausgefallen darf es sein, vielleicht über den „deutschen Tellerrand“ hinaus geschaut mit Colomba Pasquale („Ostertaube“, Gebäck aus Italien), Mazurek (verzierter Kuchen aus Polen) und Mämmi (Malzpudding aus Finnland).

Nach all den Köstlichkeiten sorgt ein Spaziergang gewiss für Wohlbefinden und es ist eine schöne Tradition – der Osterspaziergang am Ostersonntag. Doch auch nach dem Osterfest können Touren unternommen werden, immerhin sollte bald mildes Frühlingswetter zu Naturerkundungen einladen. Die erwachende Natur zu bestaunen, ist für viele eine Argument für Wanderungen und Ausflüge mit dem Fahrrad. Für andere liegt indes der (wörtliche) „Beweggrund“ eher in den Wohlfühlpfunden, die allmählich der Bikinifigur weichen müssen.

Und wer nicht allein die herrlichen Landschaften im Bodenseeraum „erwandern“ möchte, kann sich Gleichgesinnten und Führungen anschließen! In den kommenden Tagen stehen viele interessante Angebote auf dem Programm. Am 06. April 2018 findet beispielsweise ein Wildkräuterspaziergang am Königsweg in Friedrichshafen am Bodensee statt. Die Tour am Freitag verspricht nicht nur Bewegung an der frischen Luft und großartige Aussichten, sondern außerdem spannende Fakten über heimische Wildkräuter, ihre Wirkung und Nutzung.

Heimische Delikatessen stehen auch bei der geführten Wanderung am 10. April 2018 in Meersburg im Mittelpunkt. Bei diesem Ausflug geht es aber nicht um nützliche Wildkräuter, edle Tropfen vom Bodensee sind das Thema. Der Meersburger Weinkundeweg ist zauberhafte Kulisse für die Tour am Dienstag.

Einige weitere schöne Ausflüge am Bodensee und im Bodenseehinterland sind geplant, darunter am ersten Aprilwochenende. Der Kneippverein Überlingen organisiert beispielsweise am 07. April 2018 einen Ausflug von Weingarten zum Barbarossastein (Treffpunkt Bahnhof Überlingen Mitte) und der NABU Eriskirch-Meckenbeuren lädt am 08. April 2018 zu einer Tour durch den Eriskircher Gemeindewald ein. Die teilnehmenden Spazier- und Naturfreunde können Vogelstimmen lauschen und erfahren einiges über die tierischen Waldbewohner (Fledermauskästen, Nistkästen). Für kleine Naturentdecker von vier bis sechs Jahren bietet das Bodensee Naturmuseum von Konstanz übrigens am 10. April 2018 einen Themennachmittag rund um Frösche und Kröten.

Bildquelle: www.naturwerkstatt-bodensee.de

Krimifans, Freunde des Dramas, Thrillerliebhaber, Leser großer Liebesgeschichten und auch solche Büchernarren, die am liebsten Humoristisches in Papierform zwischen die Finger zum Lesen bekommen, können sich im April auf unterhaltsame, abwechslungsreiche Stunden freuen. Zum 9. Mal findet das Literaturfestival „Erzählzeit ohne Grenzen“ Singen-Schaffhausen statt und schafft in der Region zwischen dem malerischen Bodensee und dem beeindruckenden Rheinfall wieder mal ein Eldorado für alle Leseratten.

Zwischen dem 07. April und dem 15. April 2018 finden im Rahmen des grenzüberschreitenden Literatur-Events fast 60 Veranstaltungen mit mehr als 30 Autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz statt – ein wahres Lesespektakel mit bekannten Literaten und Newcomern. Bücherfans aus nah und fern dürfen gespannt sein, denn neben renommierten, bereits prämierten Werken stehen auch Neuerscheinungen bei der 9. „Erzählzeit ohne Grenzen“ auf dem „Vorleseplan“. Als Autoren mit dabei sind unter anderem Monika Maron, Anne Reinecke, Mirko Bonné, Arno Camenisch und Tim Krohn – um nur einige Künstler anzuführen!

Die „Erzählzeit ohne Grenzen“ 2018 führt Lesebegeisterte ab dem 07. April beispielsweise nach Singen, Schaffhausen, Engen, Gailingen, Neunkirch, Rielasingen-Worblingen, Stein am Rhein und Tengen. 40 Städte und Kommunen in Deutschland und der Schweiz sind bis zum 15. April 2018 „Stationen“ des beliebten Literaturfestivals. Die teilnehmenden Autoren mit ihren facettenreichen Werken treffen hier auf ein bunt gemischtes (zweifellos begeistertes) Publikum.

Eröffnet wird die 9. „Erzählzeit ohne Grenzen“ am 07. April 2018 in der Stadthalle Singen mit dem Schriftsteller Tim Krohn, dem Schauspieler und Kabarettist Uli Boettcher sowie den Gypsy-Jazz-Musikern „Die Drahtzieher“. „Verabschiedet“ wird das grenzüberschreitende Festival am 15. April 2018 ebenfalls in der Stadthalle Singen mit einem Sonntagsfrühstück, hier mit dabei der Journalist, Schriftsteller und Weltreisende Helge Timmerberg.

Bildquelle: www.singen-kulturpur.de

In Konstanz sind über das Osterfest nicht nur etliche Ostereier versteckt, sondern auch so manches Kunstwerk der kulturellen Hochburg am deutschen Bodenseeufer. Die Aktion „Kunststoff“, bei der mehrere Kunstwerke im historischen Zentrum von Konstanz auffällig verhüllt sind, läuft bereits seit dem 19. Februar. Bis zum 12. April 2018, also über das Osterfest hinaus, bleiben jene Kunstwerke auch „versteckt“. Einheimische und Gäste können aktuell erraten, welches Konstanzer Kunstwerk im öffentlichen Raum sich hinter der pinkfarbenen „Maskerade“ verbirgt, neben dem verhüllten Kunstobjekt findet sich eine Texttafel mit Fragen.

Doch welches Ziel verfolgt die außergewöhnliche Aktion in Kooperation mit der Bodenseestadt, einer Kommunikationsagentur sowie einem Bühnen- und Kostümbildner? Kunst wahrnehmen, darüber nachdenken! Man kennt es selbst: auf dem üblichen Weg zur Arbeit, in die Schule, ins Schuhgeschäft, ins Fitnessstudio geht die Betrachtung von Kunst im öffentlichen Raum irgendwann unter. Die Strecke mit ihren Stationen und Markierungspunkten ist eben bekannt und vorhandene Kunst wird „unsichtbar“. Nun „fehlen“ augenscheinlich mancherorts in der Altstadt Kunstwerke. Sichtbar sind sie dennoch allemal, denn die knallige Farbe des verwendeten Stoffes ist schwer zu übersehen.

Die Initiatoren wollen auf die Konstanzer Kunstwerke aufmerksam machen, über ihren Sinn oder auch Unsinn, ihre Rolle und Bedeutung darf, kann, ja soll gegrübelt werden. Übrigens gibt es in Konstanz zahlreiche Kunstwerke im öffentlichen Raum, mehr als 100. Manche hiervon höchst präsent, andere entlegen und für den ersten Blick verborgen. Von den vielen Kunstobjekten sind nun bis zum 12. April einige verhüllt.

Aufgelöst wird das Projekt „Kunststoff-Galerie“ am 12. April 2018 mit einer Kunststoff-Show im Wolkenstein-Saal (Kulturzentrum am Münster), bei der sich öffentliche Konstanzer Kunstwerke und ihre Befürworter bzw. „Trainer“ vorstellen und in den Wettstreit treten. Gesucht wird quasi das Konstanzer Super-Kunstwerk. Spannend und unterhaltsam wird die Suche nach dem Beliebtesten, keine Frage!

Doch bis zum Ende der Aktion Mitte April können Jung und Alt über die verhüllten Kunstobjekte staunen, Kunst neu entdecken, über sie grübeln und philosophieren. Wer die Kunst im öffentlichen Raum nicht allein erkunden möchte – es werden geführte Stadtrundgänge angeboten, bei denen die Aktion „Kunststoff“ und selbstverständlich verschiedene Konstanzer Kunstwerke, ihr Hintergrund und Kerngedanke beleuchtet werden. Die kostenfreie Tour findet unter anderem am 07. April und 08. April 2018 statt.

Bildquelle: www.suedkurier.de

Nur noch zwei Wochen bis zum Osterfest und während die Kleinsten zwischen Bäumen und Sträuchern schon den Osterhasen oder gar ein paar Ostereier vermuten, sind die Älteren fleißig am basteln und schmücken. Es werden Eier ausgeblasen und kunstvoll verziert, Osterkörbchen gefüllt und Osterhasen aus Pappe und anderen Werkstoffen gefertigt. Ostersträuße verschönern das Heim in diesen Tagen und überstrahlen mit ihrem sonnigen Goldgelb fast das kalte Schmuddelwetter, das hier und da vorherrscht.

Auch die Städte und Gemeinden der Bodenseeregion putzen sich heraus und heißen den Frühling und das Osterfest willkommen, zum Beispiel Markelfingen. Der Radolfzeller Ortsteil präsentiert am 24. März 2018 seinen wunderschönen Osterbrunnen, der mit etwa 3.000 Ostereiern geschmückt ein echter Hingucker ist.
Auch die Bodenseestadt Meersburg offeriert am kommenden Märzwochenende einen besonderen Anziehungspunkt mit ihrem Oster- und Kräutermarkt, der zum vierten Mal veranstaltet wird. Am Sonntag, den 25. März 2018 in der Zeit von 11 Uhr bis 17 Uhr sind der Marktplatz und der Innenhof des früheren Dominikanerinnenklosters Kulisse für den abwechslungsreichen Markt, bei dem Pflanzen, Florales, Dekorations- und Gebrauchsartikel, Schmuck, Textilien, Pflegeprodukte und allerlei kulinarische Leckereien angeboten werden. Live-Kochen und ein Gewinnspiel runden das Erlebnis „Meersburger Oster- und Kräutermarkt“ ab.

Viele köstliche Höhepunkte entdecken auch die Besucher des Italienischen Spezialitätenmarktes in Bregenz vom 27. März bis zum 31. März 2018. Der Markt mit mehreren Erzeugern und Händlern aus dem nahe gelegenen Stiefel-Staat findet am Leutbühel statt. Wer sich zum Osterfest also ein wenig „Dolce Vita“ gönnen und ins Haus holen möchte, schlendert in der ersten Osterwoche über den Italienischen Spezialitätenmarkt in Bregenz am Bodensee.

Die Zeit bis zum Ostereiersuchen zieht sich gerade für die Jüngsten. Viele schöne Angebote, um die Zeit bis dahin spannend zu gestalten und damit gefühlt zu verkürzen, bietet beispielsweise das NaturFreundehaus Bodensee in Radolfzell mit seinem Oster-Ferienprogramm vom 26. März bis zum 06. April 2018. Auf dem Plan stehen dabei unter anderem Ostereier bemalen, Waldexkursion, Farben herstellen, backen und eine Frühlingsolympiade. Das Angebot richtet sich an Kinder von vier bis zwölf Jahren.

Bildquelle: www.markelfingen.de

Von 1414 bis 1418 fand das Konstanzer Konzil statt. 600 Jahre später feiert die Universitäts- und Kulturstadt am reizvollen Bodensee dieses bedeutende, geschichtliche Ereignis und sein Jubiläum mit vielen interessanten Veranstaltungen. Die Jubiläumsjahre zum Konstanzer Konzil widmen sich unterschiedlichen Themen und Persönlichkeiten, die zu Zeiten des Konzils aber auch heute noch Relevanz besitzen. Nach dem „Jahr der Europäischen Begegnungen“ und König Sigismund 2014, dem „Jahr der Gerechtigkeit“ und Jan Hus 2015, „Lebendiges Mittelalter“ und Imperia 2016 sowie dem „Jahr der Religionen“ und Papst Martin V. 2017 steht nun das letzte Konziljubiläumsjahr 2018 unter dem Motto „Jahr der Kultur“ und Oswald von Wolkenstein – Minnesänger, Diplomat und Ritter des Spätmittelalters.

Das „Jahr der Kultur“ beinhaltet viele Facetten, Historisches und Modernes stehen im Mittelpunkt. Das Konstanzer Konzil vor 600 Jahren hatte logischerweise nicht nur auf religiöser und politischer Ebene Folgen, sondern ebenso Auswirkungen auf die folgende Literatur, Musik, Malerei – eben auf die Kultur nach 1418. Das „Jahr der Kultur“ bietet dementsprechend ein weites Themenfeld und wie bereits in den vorangegangenen Jubiläumsjahren präsentiert Konstanz auch im Abschlussjahr 2018 seinen Bürgern und Gästen wieder ein breit gefächertes Rahmenprogramm. Hierzu gehören im Jahresverlauf unter anderem Ausstellungen, Führungen, musikalische Darbietungen, Lesungen, Theateraufführungen, Gesprächsrunden, Vorträge, Workshops, Segelfahrten auf dem Bodensee, Installationen, Projektionen und vieles mehr! Dabei sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene angesprochen. In den kommenden Märztagen finden zum Beispiel allerhand informative und unterhaltsame Kulturveranstaltungen in Konstanz statt und zwar im Rahmen des Literaturfestivals „Minne meets Poetry“!

„Minne meets Poetry“, das ein zentrales Event im Abschlussjahr des 600. Konziljubiläums von Konstanz ist, wird vom 07. März bis zum 11. März 2018 organisiert. Jeder Festivaltag steht dabei unter einem anderen Leitmotiv und einem Zitat von Wolkenstein, wie der 07. März „Weltgedanken – Sag mir, wohin zieht es ich?“ und der 10. März „Wortakrobatik – Hier ist gewesen, hier ist nichts mehr!“. Die Zuschauer und Zuhörer dürfen sich auf heimische und internationale Klänge, Mundart, Literatur freuen. Für Vielfalt ist gesorgt: Klassisches trifft auf Modernes, Theater auf literarische Stadtführung usw.

Vom 02. März bis zum 07. April 2018 gibt es außerdem im TURM am Kulturzentrum am Münster die Ausstellung „(w)ortverliebt in Konstanz“ mit einigen Werken von Wolkenstein, die hier als Bild und Installation interpretiert werden. Ferner dient das Konstanzer „Haus zur Katz“ vom 08. März bis zum 10. März 2018 als Leinwand für ein Lichtkunstprojekt zum Thema Reichtum und Gewalt im Mittelalter „Costnitz tanzt“ und im Innenhof des Wessenberg-Hauses wartet ab dem 07. März 2018 eine weitere interessante, intermediale Installation.

Bildquelle: www.konstanz.de

Ganz Deutschland bibbert momentan bei frostigen, zweistelligen Minustemperaturen und eisigem Wind. An Frühling mit milden Temperaturen, viel Sonnenschein und einer leichten Brise, an Tulpen und Narzissen, an Eisessen und ausgedehnte Fahrradtouren ist kaum zu denken. Immerhin der ein oder andere Winterspaziergang bereitet bei Sonnenschein und ohne Wind aktuell noch Vergnügen, Neuschnee hier und da sorgt indes für Rodelspaß. Egal, ob man sich am derzeitigen „Winter pur“ erfreut oder ob die Tage bis zum astronomischen Frühlingsanfang am 20. März 2018 (der meteorologische Frühlingsbeginn ist übrigens am 01. März!) schon sehnsüchtig gezählt werden – ein Besuch auf der Blumeninsel Mainau lohnt in diesen Tagen immer!

Wer winterliche Naturlandschaften liebt, spaziert auf den Mainau-Wegen einmal über die herrliche Blumeninsel im Bodensee und geht dabei vielleicht auf die Suche nach Winterblühern und ersten Frühlingsboten, wie zum Beispiel Schneeglöckchen, Winterlinge oder Christrosen. Deutlich wärmer ist es im Schmetterlingshaus der Mainau. Angenehme 25 bis 30 Grad, etwa 90% Luftfeuchte sowie zahlreiche tropische Pflanzen und Falter erwarten Besucher hier.

Frühlingsgefühle weckt ab dem 02. März 2018 das prächtige Barockschloss, denn dort findet die beliebte Frühlings-Verkaufsausstellung statt. Bis zum 01. Mai 2018 kann in den Räumlichkeiten ansprechende Frühlings- und Osterdekoration bewundert und gekauft werden. Auch gehören Möbel, Textilien, Kunsthandwerkliches zur traditionsreichen Mainauer Frühlingsschau. Wer sich ein wenig auf den Frühling einstimmen möchte, sich über Trends informieren will und schöne Dekorations- und Einrichtungsideen für die eigenen vier Wände sucht, wird vor Ort gewiss fündig.

Mitte März – genauer am 16. März – beginnt das diesjährige Blumenjahr auf der Mainau und jenes verspricht schon ab dem Frühjahr exotische Eindrücke, denn das Thema lautet „Baobab & Bonobo – Faszination Afrika“. Entsprechend diesem Leitmotiv sind beliebte Klassiker des Mainau-Jahreskalenders, wie zum Beispiel die Orchideenschau im Palmenhaus, die Blumenschau in der Schlosskirche oder auch die Herbstausstellung ausgerichtet. Die Orchideenschau „Auf Tarzans Fensterbank“ mit mehr als 3.000 Orchideen und Naturfotografien von Bonobo-Affen aus dem Kongo findet vom 16. März bis zum 06. Mai 2018 statt, die Blumenschau „Frühlingsgrüße vom Kap“ vom 16. März bis zum 08. April 2018 und die Herbstausstellung „Kaffee – Afrikas Geschenk an die Welt“ vom 21. September bis zum 21. Oktober 2018.

Bildquelle: www.mainau.de

Die „verrückten, freien“ Fasnachtstage, an denen auch mal wild geküsst werden „darf“, sind vorbei und selbst der Valentinstag – der Tag mit der wahrscheinlich höchsten Blumendichte und zahllosen Herzen überall – ebenfalls schon fast vergessen. Jetzt wäre es Zeit für die ersten Frühlingsgefühle, mit denen ein Spaziergang am Seeufer sogar bei Kälte und Nieselregen zum perfekten Erlebnis wird – sofern die richtige Begleitung anwesend ist. Wenn Petrus sich ein wenig anstrengt, wird in den nächsten Tagen selbst das Wetter passend und ein romantischer Bummel auf der Seepromenade ein wahres Vergnügen, auch ganz ohne „rosarote Brille“!
Frühlingsgefühle lassen sich natürlich schwer auf dem heimischen Sofa wecken, auch wenn es noch so kuschelig und gemütlich ist. Also aufstehen, anziehen und raus ins Freie, hier am Bodensee gibt es überall etwas zu entdecken und zu erleben! Spaziergänge, Radfahren, Nordic-Walking-Runden, Inlineskating – sportliche Aktivitäten können trotz kühlen Temperaturen, dafür bei Sonnenschein Vergnügen bereiten und machen gleich ein gutes Gewissen, wenn damit ein Vorsatz im neuen Jahr erfüllt werden kann. Nette Menschen kennenlernen ist dabei auch überhaupt kein Problem, denn so kommen Gleichgesinnte zusammen.

Wer Kultur schätzt und sich für Kunst, regionale Geschichte, Technik, hiesiges Brauchtum, Flora und Fauna etc. interessiert, besucht eines der spannenden Bodenseemuseen und findet hier mögliche Partner mit den gleichen Interessen. Neben dem Zeppelin Museum in Friedrichshafen laden zum Beispiel das Rosgartenmuseum und das Bodensee Naturmuseum in Konstanz, das vineum bodensee in Meersburg, das Radolfzeller Stadtmuseum, die inatura in Dornbirn, Schloss Frauenfeld, das vorarlberg museum in Bregenz, das Seemuseum in Kreuzlingen, das Hesse-Museum in Gaienhofen sowie das Pfahlbaumuseum Unteruhldingen zu interessanten Ausflügen ein.

Typische Orte und Gelegenheiten zum Kennenlernen sind natürlich Kurse und Workshops (tanzen, Fremdsprachen, kochen usw.), das Schwimmbad (am deutschen Bodenseeufer gibt es gleich drei bekannte Thermen), Lesungen, Konzerte oder auch Tanzveranstaltungen. Im Ländereck Bodensee warten viele ansprechende Clubs mit tollem Ambiente, leckeren Drinks und abwechslungsreicher Musik. Ein Erlebnis sind Musik- und Tanzevents in besonderen, „untypischen“ Locations, wie zum Beispiel im Museum, im Schloss oder auf dem Schiff.

Derartige Veranstaltungen finden nicht nur in den Sommermonaten statt, das Dornier Museum für Luft- und Raumfahrt in Friedrichshafen zum Beispiel plant Ende Februar die zweite Auflage seiner Ü30 Party „TANZLust“. Wer Lust hat auf House, Hits der 90er und 2000er, auf aktuelle Titel und auf ein originelles Partyambiente (Hangar zwischen historischen Flugzeugen!), der sollte sich den 24. Februar 2018 im Kalender ganz dick markieren! Einlassbedingung: Mindestalter 25! Wer zum Valentinstag am 14. Februar sein Herz nicht verschenkt hat, kann dies vielleicht am 24. Februar in Friedrichshafen!

Bildquelle: www.dorniermuseum.de