Die Bodenseeregion ist eine Kunst- und Kulturhochburg. Drei Länder mit facettenreicher Historie, traditionellem Brauchtum und außergewöhnlichen Künstlern liegen am Schwäbischen Meer und auch der Einfluss der Nachbarstaaten Liechtenstein, Frankreich und Italien ist zu spüren. Museen und Galerien sind hier in großer Zahl vertreten, geschichtsträchtige und prachtvolle Gebäude und Anlagen prägen die Region, wie beispielsweise die Festungsruine Hohentwiel, Schloss und Kloster Salem, die Inseln Mainau und Reichenau, das Konzil Konstanz, das Kunsthaus Bregenz, Schloss Arenenberg, das Pfahlbaumuseum Unteruhldingen und das Überlinger Münster.

Charakteristisch sind zudem hochkarätige und beliebte Veranstaltungen wie das Bodenseefestival, das Kulturufer Friedrichshafen, die Langenargener Schlosskonzerte oder die Bregenzer Festspiele. „Kleinere“ Formate und Events, die Projekte abseits des Mainstreams vorstellen, bereichern die kulturelle Landschaft am Bodensee, so zum Beispiel das SHIVERS Film Festival in Konstanz oder die Filmtage Friedrichshafen „Jetzt oder nie“. Wer sich für Filmkunst interessiert, kann übrigens am 03. Mai 2019 dem vorarlberg museum in Bregenz einen Besuch abstatten. An diesem Freitag findet hier die Vorarlberger Kurzfilmnacht statt, bei der eine Vorauswahl für das Alpinale Kurzfilmfestival im August für den Bereich „vorarlberg shorts“ getroffen wird.

Rund um den Bodensee – in Friedrichshafen, Bregenz, Konstanz, Radolfzell usw. – gibt es einige spannende Veranstaltungen, die sich an einem Abend diversen Kulturbereichen oder auch anderen Gebieten widmen, darunter die Lange Nacht der Musik, die Lange Nacht der Technik, die Lange Nacht der Wissenschaft, die Kulturnacht und die Lange Nacht der Bodenseegärten. Ein interessanter Termin für Kulturfreunde, vor allem für Schauspiel- und Literaturfans, ist die Lange Nacht der norwegischen Dramatik am 09. Mai 2019 in Konstanz. Am Donnerstagabend stehen in Konstanz fünf Dramen zeitgenössischer, in Norwegen beheimateter Autorinnen auf dem Programm.

Die szenischen Lesungen in Form von Schauspiel und Monolog am 09. Mai sind übrigens Teil einer Themenwoche zur norwegischen Dramatik, die vom 04. Mai bis zum 11. Mai 2019 in Konstanz veranstaltet wird. Zu dem thematischen Reigen gehört außerdem ein Gespräch am 05. Mai mit Arne Lygre, dem Autor des prämierten Werks „Ich verschwinde“, das ab dem 04. Mai vom Konstanzer Theater aufgeführt wird (wie auch „Meer“ von Jon Fosse ab dem 11. Mai). Darüber hinaus findet am 10. Mai 2019 ein Brunch mit den norwegischen Dramatikerinnen bzw. Vertretern des Dramatikkens hus statt.

Bildquelle: theaterkonstanz.de

Das Ländereck von Deutschland, Österreich und der Schweiz ist eine landschaftlich reizvolle und kulturreiche Region in der Mitte Europas und daher natürlich auch ein beliebtes Urlaubsziel. Der Verkehr im Bodenseeraum ist vielfältig. Städte und Gemeinden am Bodensee wie beispielsweise Meersburg, Friedrichshafen, Gaienhofen, Lindau, Langenargen, Bregenz und Romanshorn können mit dem Pkw, dem Motorrad, dem Bus und der Bahn erreicht werden. Über den Seeweg und das weitläufige, gepflegte Radwegnetz sind ebenfalls viele Städte und Gemeinden im Bodenseeraum miteinander verbunden. Weil die Städte und Ortschaften am See über verschiedene „Verkehrswege“ problemlos erreichbar sind, haben Gäste die Möglichkeit, im Urlaub (selbst im Kurzurlaub) zu vielen sehenswerten Kleinoden auf unterschiedlichen Wegen zu gelangen, zum Beispiel zu Fuß, mit dem Rad oder dem Schiff.

Am ersten Maiwochenende 2019 wird Teilen des Bodenseeverkehrs übrigens auf Grund eines speziellen Jubiläums gedacht. Die „Seelinie“ – eine Eisenbahnstrecke von Schaffhausen bis nach Rorschach – wurde Ende des 19. Jahrhunderts in mehreren Abschnitten geschaffen. Die Teilstrecke Romanshorn-Rorschach wird seit 1869 befahren und begeht damit nun ihren 150. Geburtstag. Doch nicht nur dieses Jubiläum der Eisenbahn zu Lande wird vom 04. Mai bis zum 05. Mai 2019 in mehreren Städten und Gemeinden am Bodensee gefeiert. Ab 1869 existierte ferner der Transport von Eisenbahnen bzw. Wagons über das Schwäbische Meer per Schiff und teilt damit das 150. Gedenkjahr. Die Eisenbahnfähren („Trajekte“) verkehrten damals unter anderem zwischen Lindau, Romanshorn und Bregenz. Im Jahr 1976 wurde die letzte Verbindung dieser Art (Friedrichshafen-Romanshorn) endgültig eingestellt.

Im Rahmen des zweifachen 150. Jubiläums gibt es in den Bodenseestädten Lindau, Romanshorn, Bregenz, Friedrichshafen, Rohrschach sowie Konstanz und Kreuzlingen am kommenden Samstag und Sonntag ein abwechslungsreiches Informations- und Unterhaltungsprogramm für Groß und Klein. In Lindau am Bodensee finden vom 03. Mai bis zum 05. Mai 2019 überdies die 14. Lindauer Gartentage mit interessanten Angeboten und Aktionen statt und Romanshorn organisiert am 04. Mai und 05. Mai 2019 sein beliebtes Hafenfest.

Besucher können am nächsten Wochenende in den Bodensee-Festorten an Bahn- und Schifffahrten teilnehmen. Ab Romanshorn verkehrt zum Beispiel der traditionsreiche Rote Doppelpfeil „Churchill“, der in diesem Jahr seinen 80. begeht und als ältestes, aktives Streckentriebfahrzeug der Schweizerischen Bundesbahnen SBB gilt. Darüber hinaus sind unterschiedliche Ausstellungen und Führungen, Zug- und Schiffsbesichtigungen geplant. Der Abwechslung dienen zudem musikalische Darbietungen, Minigolf, ein Lok-Simulator, Vorträge, Kreativaktionen, handwerkliche Aktivitäten usw. Für das leibliche Wohl der Eisenbahnfans, Freunde der Schifffahrt und Gartenliebhaber ist selbstverständlich gesorgt.

Bild: Georg Trüb

Weniger als 400 Tage sind es noch bis zum 23. April 2020, schon bald fällt der Countdown unter die Jahresfrist von 365 Tagen. Bis zum Stichtag gibt es noch allerhand zu tun in Überlingen am schönen Bodensee, doch längst hat die Stadt vielerorts mit Bau- und Umgestaltungsmaßnahmen begonnen. Überlingen bereitet sich vor, wandelt sich und dies wegen einer ganz besonderen Veranstaltung im Jahr 2020. Vom 23. April bis zum 18. Oktober nächsten Jahres wird Überlingen Ausrichter sein für die erste Landesgartenschau am Schwäbischen Meer!

Es ist ein Mammutprojekt, das mit vielseitiger Bürgerbeteiligung und mit Unterstützung des Landes Baden-Württemberg in gut einem Jahr verwirklicht sein wird und auch nach der Landesgartenschau 2020 sollen die geschaffenen Kleinode intensiv von Bürgern und Gästen genutzt werden. Durch die Entstehung dieser zusätzlichen Anziehungspunkte erhöht Überlingen am Bodensee nachhaltig seine Attraktivität als Lebensmittelpunkt und Ferienstandort im Dreiländereck Deutschland, Österreich und Schweiz.

Was ist geplant? Eine spezielle Attraktion wird der naturnahe Uferpark mit einer Fläche von etwa 6 Hektar. Auf dem großzügigen, bisher eher „grauen“ Gelände finden sich dann viel Begrünung (heimische, rare Arten), Spielflächen und Spielgeräte für Kinder und Jugendliche, ein Areal zum Kneippen im Bodensee sowie zahlreiche Erholungsplätze mit einem wunderbaren Blick über das Schwäbische Meer. Weiterhin werden einige Stadtgebiete bis zur Landesgartenschau am Bodensee erneuert und umgestaltet, darunter der Landungsplatz, der Mantelhafen, die Menzinger Gärten sowie die Rosenobelgärten mit dem Rosenobelturm.

Die Besucher dürfen sich also auf viele Anziehungspunkte und Aktionen freuen. Einige bisher kaum zugängliche Bereiche werden bis zur Landesgartenschau (und für danach) erlebbar gemacht. Es sollen unter anderem Schwimmende Gärten, Schaugärten mit aktuellen Trends, kleine Nutzgärten, ein Grünes Klassenzimmer, eine Waldrapp-Aufzuchtstation, Aussichtspunkte und Möglichkeiten zum Kneippen neu geschaffen werden – passend, schließlich ist Überlingen traditionsreiches Kneippheilbad.

Allerlei Interessantes gibt es dann zur Landesgartenschau 2020 bei den heimischen Landwirten, Imkern, Landfrauen, diversen weiteren Vereinen und Verbänden bei verschiedenen Ausstellungen und Präsentationen zu erfahren. Im Pflanzenhaus Überlingen können dann beispielsweise Kakteen bestaunt werden und in der früheren Klosterkirche zudem regelmäßig Blumenarrangements.

Doch nicht nur das unmittelbare Stadtgebiet von Überlingen erfährt Veränderung, auch umliegende Teilorte möchten mit verschiedenen, geförderten Projekten am Landesgartenschaujahr teilhaben. So sollen unter dem Leitmotiv „Landesgartenschau Plus“ zum Beispiel ein Geschichtslehrpfad in Lippertsreute und eine Naturbühne in Nesselwangen entstehen und es gibt zahlreiche weitere Vorschläge bezüglich Neugestaltung und Schaffung von kulturellen und naturnahen Gebieten sowie Angeboten. Für die Landesgartenschau Überlingen wurden übrigens nicht nur spannende Projekte konzipiert und Veranstaltungen geplant. Es gibt mit „Auf zu neuen Ufern“ von den „Jungs vom Bodensee“ sogar einen Landesgartenschau-Song!

Während der Landesgartenschau locken natürlich vielfältige Ausstellungen aber auch musikalische Veranstaltungen, Kleinkunst, diverse Feste und Aktionstage, Open-Air-Kino und sportliche Events finden vom 23. April bis zum 18. Oktober 2020 statt. Bis zur Eröffnung der LGS vergeht noch ein knappes Jahr, doch auch dieser zeitliche Meilenstein muss gefeiert werden. Daher wird am Dienstag nach Ostern (23. April 2019) auf dem Überlinger Landungsplatz ein kleiner Festakt mit Musik, Spiel und Spaß für die Jüngeren organisiert, bei dem der öffentliche Platz nach der Umgestaltung nun offiziell der Öffentlichkeit übergeben wird.

Bildquelle: Landesgartenschau Überlingen 2020 GmbH/Paul Meyer

Die Schlemmerzeit beginnt! Endlich kann im Freien wieder gegrillt und mit der Eistüte in der Hand am Bodenseeufer entlang geschlendert werden. Bald sorgt der heimische Kräutergarten wieder für viel frisches „Grün“ auf den Tellern und die rot leuchtenden Früchte der Erdbeerpflanzen für süßen Genuss zwischendurch. Bis der Garten wieder zum „Nahrungslieferant“ und farbenfrohen Ort der Erholung wird, dauert es zwar noch ein Weilchen, aber mit der Planung kann schon jetzt begonnen werden. Beete vorbereiten, Saatgut und Pflänzchen kaufen, pikieren – es gibt allerhand zu tun im Frühjahr. Der Lohn für all die Mühe folgt erst in den kommenden Monaten. Wer aber schon jetzt kulinarische Höhepunkte genießen oder seinen Liebsten zum Osterfest servieren möchte, kann zum Beispiel typische Leckereien aus Italien am Marktstand Mitte April in Bregenz am Bodensee erwerben.

Der Italienische Spezialitätenmarkt wird vom 17. April bis zum 21. April 2019 veranstaltet und hält ein interessantes Sortiment mit Schlemmereien aus dem südlichen „Stiefel-Staat“ bereit. Auf dem Sparkassenplatz der Bodenseestadt offerieren von Mittwoch bis zum Sonntag ausgewählte Erzeuger und Händler unter anderem Olivenöl, Pasta, Gewürze, verschiedene Käse- und Salamivariationen, Torrone und Taralli. Wer seinen Ostertisch mit Köstlichkeiten aus Sizilien, Umbrien, der Toskana, der Lombardei usw. eindecken möchte, schaut nächste Woche in Bregenz vorbei.

Rebensaft aus „Bella Italia“ gehört freilich auch zu den Produkten, die auf dem Italienischen Markt präsentiert werden. Wer neben Weinen aus Italien auch köstliche Bodenseeweine zum Osterfest (oder zu einer anderen Gelegenheit) servieren möchte, kann sich beispielsweise auf der Bodensee Weinmesse am 13. April 2019 im Dornier Museum Friedrichshafen informieren und beraten lassen. Am Samstag in der Zeit von 15 Uhr bis 20 Uhr treffen Weinfreunde im Museum für Luft- und Raumfahrt auf Winzer der Bodenseeregion und ihre edlen Tropfen (neuer Jahrgang).

Weitere Schmankerl warten selbstverständlich in den Gastronomiebetrieben am Bodensee, bei den Weingütern und Winzervereinen im Dreiländereck sowie auf so manchem Bodenseeschiff. Einige Schifffahrtsunternehmen laden regelmäßig zu idyllischen Fahrten auf dem Schwäbischen Meer mit kulinarischem Höhepunkt ein, so zum Beispiel BSB mit dem „Spargel-Schmaus“ sonntags vom 14. April bis zum 19. Mai 2019. Freilich steht bei dieser Art Rundfahrt auf dem See die weiße und grüne Gemüsepflanze kulinarisch im Vordergrund. Übrigens noch bis zum 13. April sind heimische Gastronomen und Erzeuger mit speziellen Speisen, heimischen Waren und Aktionen (Kochkurse, Räucherfisch usw.) an dem Veranstaltungsreigen „Überlinger Heimatgenüsse“ beteiligt.

Bildquelle: www.bregenz.travel

Was haben Federica de Cesco, Eva Wannenmacher und Frölein Da Capo gemein? Nun ja, die drei Damen sind alle in der Schweiz beheimatet und widmen sich der Kultur auf unterschiedlicher Art. Das sind schon zwei Gemeinsamkeiten. Außerdem werden die Schriftstellerin Federica de Cesco, die Kultur-Moderatorin Eva Wannenmacher sowie die Musikerin und Schauspielerin Frölein Da Capo (Irene Brügger) am Samstag die Jubiläumsausgabe der „Erzählzeit ohne Grenzen“ Singen-Schaffhausen im Stadttheater Schaffhausen eröffnen!

Zum 10. Mal wird das Literaturfestival in der Bodenseeregion zwischen Singen und Schaffhausen veranstaltet und die aktuelle Jubiläumsauflage liefert wieder einmal einen bunt gemischten Reigen an Lesestoff, Autoren sowie Veranstaltungsstätten im Ländereck Bodensee. Vom 06. April bis zum 14. April 2019 sind fast 60 literarische Events im Rahmen des Festivals geplant. Die große Auswahl an Lektüren, Literaten und Erzählern sowie Kulissen machen den grenzüberschreitenden Literatur-Event zu einem Anziehungspunkt für ein großes Publikum.

In Singen laden beispielsweise das Archäologische Hegau-Museum und das MAC Museum Art & Cars zu einem interessanten Literaturabend ein, in Schaffhausen dienen zum Beispiel das Museum zu Allerheiligen und die Vebikus Kunsthalle als Leseorte. Ebenso gehören unter anderem Aach, Engen, Gailingen, Löhningen, Neuhausen am Rheinfall, Öhningen, Rielasingen und Stein am Rhein zu den mehr als 40 deutschen und Schweizer Städten und Gemeinden, die in den nächsten Tagen das Ziel etlicher Literaturfreunde sein werden.

Die Vielfältigkeit der Veranstaltung betrifft nicht nur die Leseorte – vom Kloster und Schlosskeller über Sparkassenfiliale bis hin zu Schützenhaus und Schulgebäude. Sie zieht sich freilich auch bis zu den beteiligten Künstlern und ihren Werken. Zu den deutschsprachigen Autorinnen und Autoren, die bei der 10. „Erzählzeit ohne Grenzen“ ihren Lesestoff vorstellen, gehören renommierte Künstler aber auch interessante Newcomer wie Charles Lewinsky, Feridun Zaimoglu, Ally Klein und Donat Blum.

Es gibt Adolf Muschg´s Liebesgeschichte in Fukushima „Heimkehr nach Fukushima“ aber auch Lukas Linder´s skurrile und humorvolle Lebens- und Familiengeschichte „Der letzte meiner Art“ zu hören und das Leben bekannter Persönlichkeiten wie Karl Barth oder Antigone wird gleichfalls beleuchtet. Die literarisch verarbeiteten Themen sind breit gefächert. Liebe, Abschied, Exzesse, Gefahren, Vergangenheit, Zukunft, Lebenswünsche und Lebensrealitäten, all dies und viel mehr begegnen den Zuhörern bei der „Erzählzeit ohne Grenzen“ vom 06. April bis zum 14. April 2019.

Kino ist ein klassisches, einst führendes Unterhaltungsmedium, das auf Grund der Entwicklung und Nutzung von Videorecordern, DVDs, Blu-rays und aktuell vor allen Dingen Streaming-Diensten im Internet zwar an Bedeutsamkeit ein wenig eingebüßt hat, doch bis heute ein Anziehungspunkt für Filmliebhaber aller Altersklassen ist mit einem ganz besonderen Flair. Ein echter Blockbuster auf dem heimischen Fernsehgerät zu sehen – unabhängig davon, welche Bilddiagonale dieser bietet, ist eben ein anderes Erlebnis, als den Streifen auf einer riesigen Kinoleinwand, vielleicht sogar in 3D, mit wohlklingendem Sound, in einem gemütlichen Kinosessel stilecht mit Popcorn oder Nachos vorgeführt zu bekommen.

Früher galt ein Kinobesuch als gesellschaftliches Ereignis, nach dem Motto „sehen und gesehen werden“ und auch weil Nachrichten über die Filmprojektoren liefen. Und wer erinnert sich nicht gern zurück an den ersten Kinobesuch mit dem Schwarm und die (teils kuriosen, teils vergeblichen und teils geglückten) Versuche, den Arm um sie zu legen oder seine Hand zu ergreifen. Auch für die Technikbranche und natürlich das Segment der Filmproduktion hatten und haben Lichtspielhäuser einen enormen Stellenwert. Die Branchen haben sich gegenseitig vorangetrieben, beispielsweise im Hinblick auf technische Errungenschaften und Wandelungen, wie der Wechsel von Stummfilm auf Tonfilm oder die heutige 3D-Technik.

Erste Filmprojektionen für zahlende Zuschauer – also sinngemäß eine Kinovorstellung – gab es im Jahr 1895, unter anderem im Berliner Wintergarten. Doch nicht nur die Landeshauptstadt hat eine reiche Kinogeschichte zu bieten, auch Überlingen am wunderschönen Bodensee kann auf eine 100jährige Historie in Sachen Kino zurückblicken. Die erste belegbare Filmvorführung fand 1907 statt, das erste richtige Kino ging einige Jahre später 1919 in der Franziskanerstraße in Betrieb. Was als „Lichtspielhaus Überlingen“ begann, ist bis heute als „Kammerlichtspiele“ bekannt. Das in den frühen 50er Jahren eröffnete, zweite Überlinger Kino im Rabensaal wurde später zwar abgerissen, doch das Traditionslichtspielhaus in der Franziskanerstraße erweitert. Es zeigt als „Kammer & Tivoli“ bis dato diverse Filme (Mainstream und Alternative) und Live-Opernübertragungen in zwei Kinosälen.

Viele Überlinger gedenken sicherlich gern ihrem ersten „heimischen“ Kinobesuch und wer sich an diesen besonderen Anlass und die bewegte Kinogeschichte der Bodenseestadt eindrücklich erinnern lassen möchte, sollte dem Städtischen Museum Überlingen in den kommenden Wochen einen Besuch abstatten. Das Städtische Museum präsentiert vom 02. April bis zum 31. Oktober 2019 eine Sonderausstellung, die der langjährigen Geschichte des Kammerlichtspielhauses gewidmet ist. In der Ausstellung „Verführung. 100 Jahre Kino in Überlingen“ werden unter anderem historische Technik, Plakate und ein kleiner Kinosaal gezeigt. Führungen zur cineastischen Sonderschau in Überlingen werden zudem regelmäßig angeboten.

Abwechslungsreiche Kulturaktionen und Kunst bis Mitternacht erleben, interessante Gespräche mit Kunstschaffenden und Kulturfans führen und dies an der Grenze zweier kulturaffiner Länder sowie unmittelbar an einem der reizvollsten Gewässer Europas? Kein Problem! Mit der „Kunstnacht Konstanz Kreuzlingen“ haben die deutsche Stadt Konstanz und die Schweizer Stadt Kreuzlingen – Nachbarstädte am Bodensee – einen großartigen Kulturevent Ende März geplant.

Am 30. März 2019 dürfen sich Kulturfreunde aus dem Dreiländereck von Deutschland, Österreich und der Schweiz und natürlich auch auswärtige Gäste mit entsprechendem Interesse auf ein buntes Kunst- und Kulturprogramm auf den Straßen, in Galerien und anderen Kulturstätten der beiden Bodenseestädte freuen. Zu den insgesamt 20 teilnehmenden Standorten an diesem Samstagabend gehören beispielsweise auf Konstanzer Seite das Rosgartenmuseum, der Gewölbekeller des Kulturzentrum am Münster, die Untere Laube, die Neuwerk Kunsthalle, der Turm zu Katz, die Universität Konstanz und das Zebra Kino. In Kreuzlingen laden unter anderem der Boulev’art (Boulevard), der Kunstraum Kreuzlingen sowie das Kult-X dazu ein, vielfältige Kunst und Kultur in den Abendstunden zu entdecken.

Eröffnet wird die „Kunstnacht Konstanz Kreuzlingen“ am 30. März um 18 Uhr am Kreuzlinger Tor. Bis Mitternacht haben die Besucher die Möglichkeit, verschiedene Kunstformen an der deutsch-Schweizer Grenze zu erleben, darunter Gemälde, Zeichnungen, Installationen, Fotografien, Live-Performances, Musik- und Filmdarbietungen. Darüber hinaus finden unterschiedliche Führungen und sogar Verlosungen statt. Wer Glück hat, kann also bald ein Kunstwerk sein Eigen nennen oder seine eigene Kunstsammlung hiermit erweitern.

Übrigens wird nicht nur der Geist an diesem Abend „genährt“ und dazu verleitet, über Kunst und Kunstschaffende oder auch über persönliche Erfahrungen nachzudenken bzw. zu diskutieren. Ebenso erwarten die Besucher der „Kunstnacht“ mehrere kulinarische Anziehungspunkte, zum Beispiel im Rosgartenmuseum der „Rosgarten-Cocktail“. Und um von einer Kulisse zum nächsten Kulturpunkt in Konstanz oder Kreuzlingen zu gelangen, kann bequem der eingesetzte Shuttlebus genutzt werden. Dieser Samstagabend am wunderschönen Bodensee verspricht, ein entspannter Abend mit facettenreichen Kunstbeiträgen und interessanten Kontakten zu werden!

Bildquelle: www.kunstnacht.de

Nach den Feiertagen im Dezember und den tollen Tagen Anfang März stehen mit dem Osterfest im April die nächsten genussvollen Tage „ins Haus“. Osterlamm, Osterbrot, Fisch, Lamm, Eiersalat, Neun-Kräuter-Suppe, gefüllte Eier, Falscher Hase, Eierlikör und andere Leckereien werden dann gereicht. Wer schon jetzt Genussideen für das bevorstehende Osterfest (oder eine andere Festivität bzw. besonderen Schlemmermoment) sammeln und kulinarische Spezialitäten erwerben möchte, wird am Wochenende im Milchwerk Radolfzell sicherlich fündig. Am 23. März und 24. März 2019 gastiert in dem bekannten Veranstaltungshaus von Radolfzell am Bodensee die beliebte Kulinarik-Ausstellung „Genuss pur On Tour“.

Die „Messe für Genießer“ punktet mit einem bunt gemischten Sortiment aus regionalen, nationalen und internationalen Esswaren – von Bodenseeweinen über Feinkost aus Italien und Nougat aus Frankreich bis hin zu Tiroler Speck – sowie vielen unterhaltsamen und lehrreichen Programmteilen. So sind am Samstag und Sonntag mehrere Kochshows mit Spitzengastronomen, Verkostungen mit verschiedenen Winzern sowie ein Vortrag zur gesunden Lebensweise geplant. Interessante Rezepte, köstliche Lebensmittel für den puren Genuss oder auch zum Verfeinern von Speisen werden am Wochenende in Radolfzell vorgestellt, hier finden sich bestimmt großartige Ideen für die Bewirtung und Dekoration zum Osterfest.

Denn bei der Genussmesse werden nicht nur Getränke und Speisen wie Sekt, Rum, Whiskey, Gin, Kaffee, Likör, Käse, Wurst, Eis, Gewürze, Essig- und Ölvariationen angeboten. Ebenso sind Aussteller mit Einrichtungs- und Dekorationsartikeln, Floralem, Pflege- und Wellnessprodukten vertreten und außerdem zählen thematische Literatur sowie ausgewählte Kleidung, Schmuck und Accessoires zum Messesortiment. Speziell für den baldigen Ostertisch gibt es also Delikatessen für den Gaumen – sogar den Osterhasen aus der Manufaktur – und mit Blumenarrangements und anderen Dekorationen den perfekten Tischschmuck.

Zum Osterschmaus gehört vielleicht auch das eine oder andere Gläschen Wein. Auf der „Genuss pur On Tour“ in Radolfzell sind zahlreiche erstklassige Winzer bzw. Weingüter und Fachhändler aus dem In- und Ausland mit edlen Kreationen präsent. Da findet sich gewiss ein korrespondierender Tropfen zum Lachs, zur Forelle, zum Lamm, Kalb, Hühnchen, Omelett oder Salat. Guten Appetit!

Regen, Sonnenschein, Schneegestöber, Sturm – der März zeigt sich in weiten Teilen Deutschlands derzeit als „kleiner Bruder“ des Aprils. Mal erinnern Petrus Aktivitäten an den Herbst, mal an den Winter und an anderen Tagen beweist der März mit viel Sonnenschein und milden Temperaturen, dass er ein Top-Frühlingsmonat ist – schließlich birgt er den meteorologischen und astronomischen Frühlingsbeginn. Und wenn Petrus mal wieder eher Matschfüße und Schneeballschlachten im Sinn hat, bleiben immerhin die vielen Ausstellungen am Bodensee mit frühlingshaftem Ambiente und Frühlings-Themen, wie beispielsweise die „Frühlingsträume“ auf der Mainau.

Vom 15. März bis zum 28. April 2019 zieren frühlingshafte Dekorationen und Arrangements die Schauräume des Mainauer Barockschlosses und auch die Freilandbepflanzung mit farbenfrohen Frühjahrsblumen machen Lust auf den Lenz. Die Besucher können beim Spaziergang über die Insel und beim Bummel durch die Ausstellung abschalten, erholsame Märztage am Bodensee genießen und sich außerdem so manche Gestaltungsidee mit nach Hause nehmen.
In diesem Monat, genauer am 22. März, startet außerdem das Mainau Blumenjahr 2019 unter dem Leitmotiv „Sonne, Mond und Sterne“. Auch in 2019 können die Mainau Gäste gespannt sein auf eine zauberhafte Parkgestaltung sowie faszinierende Veranstaltungen, Aktivitäten und Angebote mit diesem aufregenden Jahresmotto. Als Auftakt zum Blumenjahr lockt ab dem 22. März die beliebte, zum Jahresmotto ausgerichtete Orchideenschau („Unendliche Weiten“) im Palmenhaus, mehr als 3.000 Orchideen sind bis zum 05. Mai 2019 zu bewundern.

Verschiedene Pflanzen und Pflanzenarrangements, weitere Dekorationselemente wie Skulpturen, Windspiele, Feuerschalen oder Teiche, bequeme Sitz- und Liegegelegenheiten machen den Garten, die Terrasse, den Wintergarten usw. zu einem Ort der Erholung. Auch Gewächshäuser, Spielgeräte, Schwimmbecken, Grills und Ähnliches sind hier zu finden und natürlich diverse Gerätschaften, um das Idyll „in Schuss zu halten“ wie Rasenmäher und Heckenschere. Wer jetzt darüber nachgrübelt, dass die Gartensaison ja bald beginnt und sich daher vorab über neueste Trends informieren und eventuell das eine oder andere Stück für seinen Garten erwerben möchte, sollte kommende Woche die Messe Friedrichshafen aufsuchen.

Wer nicht (nur) seinen Garten für die neue Saison fit machen will, sondern auch eine Renovierung oder Modernisierung der eigenen vier Wände beabsichtigt, ist ebenfalls auf dem Messegelände in Friedrichshafen am Bodensee ab dem 20. März 2019 genau richtig. Und selbst wer gar nicht an Umgestaltung im Wohnbereich denkt, stattdessen auf der Suche ist nach dem perfekten Urlaubsziel, einem Elektrofahrzeug, Sportausrüstung, kreativen Arbeiten, innovativen Kochideen oder spannenden Technikprodukten wie Virtual-Reality-Brillen, Smart Home-Lösungen und Drohnen, kann schon mal die Koffer packen und einen Kurztrip nach Friedrichshafen am malerischen Bodensee einplanen!

Warum? Ganz klar: vom 20. März bis zum 24. März 2019 gastiert in der Messe Friedrichshafen das renommierte Messequartett, bestehend aus der Frühjahrsschau „IBO“ (70. Auflage!), „Garten & Ambiente Bodensee“, „Neues BauEn“ sowie „Urlaub, Freizeit, Reisen“ und dieses offeriert neben einem umfangreichen Produkt- und Dienstleistungssortiment ein vielseitiges, familienfreundliches Unterhaltungsprogramm.
Kulinarische Höhepunkte versprechen zum Beispiel die Internationale Bodensee-Grillmeisterschaft, Rum-Verkostungen, die XXXL-Kocharena sowie das Food Truck Festival. Für die Jüngeren gibt es an den fünf Messetagen unter anderem Backworkshops, einen Bobby Car Parcours, eine Hüpfburg, Kinderschminken und ein Kinder-Konzert mit Markus Becker. Ältere Kids (aber auch Erwachsene) interessieren sich zum Beispiel für die Virtual-Reality-Brillen, den 3D-Druck oder für die Vorträge und Seminare zum Thema „Social Media“. Daneben warten eine Live-Baustelle, Referate über Einbruchschutz, verschiedene Parcours für E-Bikes, ein Riesenrad, eine Modenschau mit Kleidung aus den vergangenen sieben Jahrzehnten, verschiedene Nähworkshops, ein Entschleunigungs-Garten und wer Interesse hat, kann sogar einem Zigarrendreher über die Schulter schauen. Ein Anziehungspunkt des Messequartetts für die ganze Familie ist nicht zuletzt die Europa-Park Show 2019 mit Artistik, Jonglage und Comedy!

Foto: URLAUB FREIZEIT REISEN / urlaubfreizeitreisen.info

Das Dreiländereck Bodensee ist Kulisse für zahlreiche renommierte Kulturveranstaltungen und Sitz vieler erstklassiger Kulturstätten, darunter die Bregenzer Festspiele, das Kulturufer Friedrichshafen, die Langenargener Schlosskonzerte, das Bodenseefestival, das Stadttheater Konstanz, die Lindauer Marionettenoper und das Theater St. Gallen – um nur einige Beispiele zu nennen. Doch nicht nur große Produktionen und Kulturevents sind am Bodensee zu finden, auch viele kleinere, spannende und außergewöhnliche Inszenierungen bereichern das enorme kulturelle Angebot im Eck zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz.

So gibt es zum Beispiel in der Kulturhochburg und Universitätsstadt Konstanz ein spezielles Event für Liebhaber des Radiohörens und Freunde faszinierender Geschichten und spannender Vorträge. Nach dem Vorbild des Bremer Hörkinos entstand die Aktion „hörBAR“ im Gewölbekeller im Kulturzentrum am Münster. Judith Zwick zeichnet sich für die Konzeption und die Moderation verantwortlich und lädt Interessierte dazu ein, ausgesuchte Radiosendungen gemeinsam zu hören und sich im Anschluss mit dem Berichterstatter bzw. Autor sowie weiteren Gesprächspartnern des Themengebiets auszutauschen.
In den vergangenen Jahren und im Februar 2019 kamen interessierte Hörer und Journalisten bereits im Rahmen der „hörBAR“-Veranstaltungen zusammen und für den 21. März 2019 ist eine weitere Auflage geplant. Bei dem Hörfunkstück (Hörfunkfeature) am Donnerstagabend handelt es sich um Reinhard Schneiders Dokumentation „Neun Stockwerke neues Deutschland. Ein Hochhaus in Gladbeck“. Der mehrfach prämierte Autor und Regisseur berichtet zum zweiten Mal über das Hochhaus und das Leben seiner Bewohner. In der aktuellen Reportage stehen die sich verändernde Mieterschaft und die Integration der neuen Bewohner mit ausländischen Wurzeln im Vordergrund.

Ein Genuss sind die Konzerte am Bodensee, beispielsweise jene des Bodenseefestivals auf Schloss Achberg, im Graf-Zeppelin-Haus in Friedrichshafen, im Spiegelsaal von Schloss Meersburg, im Konzil Konstanz, in der Bibliothek von Schloss Salem, im Museumssaal von Überlingen oder im Innenhof von Schloss Tettnang. Große Künstler in einem speziellen Ambiente sorgen hier für einen unvergesslichen Kulturabend.
Auf große Talente, eine besondere Kulisse und musikalische Vielfalt dürfen sich auch die Hörer des Kammermusikfestivals im Künstlerhaus „Palais Thurn und Taxis“ in Bregenz am 23. März 2019 freuen. Das Vorarlberger Landeskonservatorium präsentiert am Samstagabend ein Wandelkonzert seiner Studenten mit Kurzstücken unterschiedlicher Stilrichtungen.

Bildquelle: vlk.ac.at