Der Bodenseeraum zwischen Deutschland, Österreich und Schweiz ist als Obstbaugebiet berühmt. Das milde, nahezu mediterrane Klima am Schwäbischen Meer sorgt nämlich sowohl für köstlichen Rebensaft, der als Bodenseewein bei Kennern beliebt ist, als auch für aromatisches Obst. Birnen, Zwetschgen, Mirabellen, Erdbeeren usw. aber vor allen Dingen Äpfel werden in der malerischen Region angebaut, geerntet und vermarktet. Wie bedeutend die Apfelproduktion für die landschaftlich und kulturell abwechslungsreiche Gegend ist, verdeutlichen beispielsweise die Apfelwochen am Bodensee. Dieser Aktionszeitraum findet jährlich im Herbst statt und offeriert Bürgern und Urlaubern viele Veranstaltungen und Aktivitäten rund um das grüne, rote bzw. gelbe Kernobst. Wanderungen und Fahrten über Apfelplantagen, kulinarische Höhepunkte mit Äpfeln, gemeinsames Pflücken, Lesungen, Märkte und vieles mehr sorgen für facettenreiche Herbsttage am Bodensee. Die Apfelwochen werden in diesem Jahr vom 21. September bis zum 13. Oktober veranstaltet.

Wer allerdings schon jetzt in höchsten Apfelgenüssen schwelgen oder sich vorab auf die großartigen Apfelwochen einstellen möchte, kann bereits in den kommenden Tagen am schönen Bodensee an einigen unterhaltsamen Apfel-Erlebnissen teilnehmen. Das Ferienprogramm in Überlingen zum Beispiel, an dem sich eben auch Obstbetriebe beteiligen, ermöglicht Ferienkindern unter anderem, Apfelsaft zu pressen und mit dem Apfelbähnle „übers Land“ zu fahren. In Langenargen geht es in diesen Tagen unter fachkundiger Leitung durch die Obstplantage. Dabei erfahren die Teilnehmer Wissenswertes zum Obstbau und Apfelsorten und dürfen sich den einen oder anderen knackigen Vitaminspender pflücken.

Wer reizvolle Bodensee-Landschaften genießen will und mehr über den regionalen Obstbau wissen möchte, kann außerdem am 01. September 2019 in Ettenkirch (Ortschaft von Friedrichshafen) beim Apfelwandertag dabei sein. Die Rundwanderstrecke von etwa 4,5 Kilometern durch idyllische Natur birgt einige Haltepunkte mit Informationen und der Möglichkeit, Apfelprodukte zu probieren, sowie wundervolle Ausblicke auf die wunderschöne Gegend.

Unterhaltsames mit Elstar, Gala, Jonagold & Co. für die ganze Familie und Apfelfreunde jeden Alters wartet also schon vor den eigentlichen Apfelwochen in einigen Ortschaften am Bodensee!

Bildquelle: gehrenberg-bodensee.de

Die Oberschwäbische Barockstraße führt auf gut 760 Kilometern in der Region zwischen Ulm und dem Bodensee vorbei an zahlreichen barocken Bauwerken, Landschaften und Erlebnissen. Auf vier Streckenverläufen bietet diese Ferienstraße, die zu den ältesten ihrer Art in Deutschland gehört und 2016 ihr 50. Jubiläum beging, allerlei Attraktionen. Sehenswerte Städte und interessante Museen, imposante Kirchen und Schlösser aber auch malerische Landschaften mit Rad- und Wanderwegen gibt es hier zu entdecken, darunter Schloss und Kloster Salem, die Kirche St. Peter und Paul in Hilzingen bei Singen, der Seepark Linzgau in Pfullendorf, die Wallfahrtskirche Birnau, das Neue Schloss Meersburg, die Insel Mainau und das Bauernhaus-Museum in Wolfegg. 

Im aktuellen Themenjahr unter dem Motto „Barock erschaudern – Gänsehautmomente entlang der Oberschwäbischen Barockstraße“ präsentieren die Stationen der Straße nicht nur die prächtige und opulente Seite der barocken Ära, sondern stellen auch faszinierende barocke Zeugen mit gewissem Gruselfaktor vor, darunter Folterwerkzeuge, Henker, Lepra, Räuber, Heilige Gebeine und Reliquien. Verschiedene Haltepunkte der Oberschwäbischen Barockstraße wie das Museum im Kornhaus in Bad Waldsee (Scharfrichter und Folterkammer), Ravensburg (Stadtführung zur Hexenverfolgung), das Bad Wurzacher Leprosenhaus sowie das Kloster Heiligkreuztal (Katakombenheiligen) geben passend zum Leitmotiv des Themenjahrs 2019 interessante Einblicke.

Außerdem findet vom 10. August bis zum 18. August 2019 die „BAROCKwoche“ der Ferienstraße statt. Dabei organisieren viele Städte, Museen, Klöster usw. an der Oberschwäbischen Barockstraße Führungen, Konzerte, Festlichkeiten und weitere Aktivitäten, bei denen das barocke Zeitalter auf unterschiedliche Weise nahe gebracht wird. Die zweite Auflage der Aktionswoche hält ein buntes Programm bereit für Kinder und Erwachsene.

Im Kloster Roggenburg beispielsweise wird an Mariä Himmelfahrt das „Leiberfest“ begangen. Geplant sind während der Veranstaltungswoche ferner eine Führung durch das barocke Biberach a. d. Riss, ein Rundgang durch die Basilika Weingarten und den Hofgarten von Schloss Meßkirch sowie eine geführte Tour durch das Neue Schloss Tettnang zum Thema „Hygiene und Erotik im Barock“. 

Auf Schloss Achberg können sich jüngere Besucher in der Stuckwerkstatt ausprobieren, für Groß und Klein gibt es vor Ort zudem barocke Klänge. Weitere Erlebnisse der „BAROCKwoche“ Mitte August 2019 sind zum Beispiel die Kriminalführung im Schloss und Kloster Salem, das Referat „Barock und Armut“ in Langenargen, der Lampionspaziergang auf der Mainau mit Weindegustation sowie der Event zur barocken Tischkultur und Küche mit spannenden Anekdoten und köstlichem Menü in Leibertingen.

In den Sommermonaten Juli, August und September steht nicht nur Badespaß und Wassersport im und auf dem Bodensee bei vielen Einheimischen und Urlaubsgästen auf dem Programm. In dieser Zeit finden zudem etliche Weinfestlichkeiten rund um das Schwäbische Meer statt, bei denen der schmackhafte Rebensaft der Region präsentiert wird. Schließlich ist der Bodenseeraum mit seinem milden, nahezu mediterranen Klima sowie unterschiedlicher Bodenbeschaffenheit ein besonderes Weinbaugebiet in Deutschland, das spezielle Tropfen hervorbringt. Wer Lust hat, Bodenseeweine unterschiedlicher Winzer zu verkosten und sich auch von anderen regionalen Leckereien verwöhnen lassen möchte, schaut bei den Weinfesten am Bodensee vorbei. Bei vielen Veranstaltungen sorgen Live-Musiker, Kunsthandwerker und Mitmachaktionen darüber hinaus für unterhaltsame Stunden. Am kommenden, ersten Augustwochenende beispielsweise sind in mehreren Bodenseeortschaften gemütliche Weinfeste mit kulinarischen Höhepunkten und Musik geplant.

Das Konstanzer Weinfest wird vom 31. Juli bis zum 03. August 2019 auf dem Sankt-Stephans-Platz der baden-württembergischen Universitäts- und Kulturstadt am Bodensee organisiert. Das Fest hat eine reiche Tradition und wird bereits zum 43. Mal begangen. Mit dabei sind auch diesmal wieder gute Tropfen, internationale Speisen und abwechslungsreiche Livemusik. Neben Wein gibt es auch Bier, Cocktails und natürlich Alkoholfreies. Für die Jüngeren wird vor allen Dingen der Samstag in Konstanz zum Erlebnis, denn zum Kinderfest warten tolle Aktivitäten und Darbietungen wie Tanz, Bastelei, Torwandschießen, Kinderschminken, eine Hüpfburg und eine Zaubershow.

Mit Ausschank, vielfältiger Blasmusik sowie einer Aktionswiese für die kleinen Besucher zeigt sich am 03. und 04. August 2019 das 42. Weinfest der Bodenseegemeinde Hagnau als interessantes Ziel für Wein-, Musikfreunde bzw. Familien. Als „Hagnauer Weinfest – Blasmusik am See“ organisiert die lokale Musikkapelle inzwischen die traditionsreiche Veranstaltung rund um den mächtigen Hagnauer Weintorkel und am malerischen Seeufer. Wer einen Blick auf die amtierende Bodensee-Weinprinzessin erhaschen möchte, schaut am Sonntag in Hagnau vorbei.

Großartige Weine, heimische Küchenschmankerl und gemütliche Stunden mit Musik versprechen außerdem das 40. Wein- und Fischerfest auf der Bodenseeinsel Reichenau vom 02. bis 04. August 2019 (Yachthafen Herrenbrücke) sowie das 28. Torkelfest in Bermatingen auf dem Weingut Dilger vom 03. bis zum 05. August 2019. In Bermatingen sind unter anderem eine Weinwanderung mit Probe am Samstag und eine Weinkellerführung am Sonntag angedacht. Auf der Reichenau gastiert die Bodensee-Weinprinzessin übrigens auch und zwar am Freitag! Ihr badisches Pendant besucht die schmucke Insel dann am Sonntag.

Für das letzte Juliwochenende sind sommerliche Temperaturen prognostiziert und dies passt nicht nur idealerweise weil in Baden-Württemberg und Bayern die Sommerferien beginnen, sondern auch weil rings um den idyllischen Bodensee etliche Festlichkeiten und Aktivitäten locken, größtenteils Open-Air. Einen besseren Start in die Ferien kann es kaum geben, als mit Sonne, Musik und netten Leuten.

Vom 26. Juli bis zum 29. Juli 2019 findet beispielsweise das Schloßseefest Salem statt. Der Event auf dem reizvollen Schloßseeareal wird von lokalen Musikvereinen organisiert und ist mit Musik & Tanz, Fahrgeschäften, Klangfeuerwerk, einem Kinderflohmarkt sowie vielseitigen, kulinarischen Schmankerln ein Fest für die ganze Familie sowie Höhepunkt im Kalender der Bodenseegemeinde Salem. Bereits zum 39. Mal wird das „Mega-Gartenfest“ ausgerichtet.
Auf zwei Bühnen präsentieren sich unterschiedliche musikalische Künstler. Erfahrene Musiker und Newcomer sind dabei und die Stilrichtungen sind vielfältig – vom 300 Mann starken Chor über den Elvis Imitator bis hin zum DJ Sound. Am Samstag erwartet die Besucher ein Klangfeuerwerk unter dem Motto „The Dark World?!“ und am Sonntag kann auf dem Kinderflohmarkt gestöbert werden. Der Vergnügungspark ist an allen Veranstaltungstagen geöffnet und offeriert am Montag ermäßigte Konditionen für Kinder und Familien.

Auch die Bodenseegemeinde Langenargen begeht den Sommerferienstart mit einem mehrtägigen Freiluftevent, der Dank unterschiedlicher Anziehungspunkte abwechslungsreiche Unterhaltung verspricht. Ebenfalls vom 26. Juli bis zum 29. Juli 2019 wird das beliebte Langenargener Uferfest zelebriert. Die Veranstaltung beweist mit ihrer diesjährigen 44. Auflage gleichermaßen eine reiche Tradition.
Das Festprogramm an der schönen Langenargener Uferpromenade hält für Jung und Alt spannende Darbietungen und Mitmachaktionen bereit, wie zum Beispiel Bogenschießen, Fallschirmspringen, Wassersportaktivitäten, Musik, ein Comedian & Zauberkünstler und Vorführungen der Feuerwehr. Überdies gibt es Aktionsbereiche für Kinder und Jugendliche sowie einen Vergnügungspark. Am Samstag sind außerdem ein Kinderflohmarkt, ein Gondelkorso und ein Klangfeuerwerk geplant und am Montag eine Kinder-Tretboot-Regatta.

Weitere Festivitäten am letzten Juliwochenende begehen beispielsweise die Ortschaften Allensbach (Seetor-Fescht vom 26. Juli bis zum 28. Juli), Öhningen-Wangen (Strandfest vom 26. Juli bis zum 28. Juli) sowie Friedrichshafen (Kulturufer vom 26. Juli bis zum 04. August).

Bildquelle: schlossseefest.de

In diesem Jahr begeht das bekannte Musikfestival auf dem Hohentwiel, einem knapp 690 Meter hohen Hegau-Berg, sein 50. Jubiläum. Seit dem ersten Festivaljahr 1969 waren bereits zahlreiche musikalische Größen und Hitgiganten wie James Brown, Ray Charles, Chris de Burgh, Status Quo, Mike Oldfield, ZZ-Top, Simple Minds, Deep Purple, Anastacia, Beth Ditto, Silbermond, Clueso, Mark Forster und Sarah Connor auf dem Hohentwielfestival präsent. Die einzigartige Location mit phantastischem Rundumblick und die facettenreichen, hochkarätigen Künstler machen das Festival zu einem besonderen Erlebnis und Höhepunkt im Singener Veranstaltungskalender. Auch in seinem Jubiläumsjahr hält das Fest wieder einmal großartige Künstler bereit, darunter der Senkrechtstarter Wincent Weiss und der Brit-Award-Gewinner James Morrison.

Leider wird das Festival – ausgerechnet zu seinem 50. Geburtstag – nicht auf dem namensgebenden Hausberg von Singen, auf der Karlsbastion veranstaltet werden können. Die mächtige Festungsruine auf dem Hohentwiel ist derzeit wegen Steinschlaggefahr (lockeres Gestein einer Felswand) und zugehörigen Sicherungsmaßnahmen gesperrt. Zwar ist die Karlsbastion zugänglich, allerdings sind die erforderlichen Fluchtmöglichkeiten während der Konzerte nicht ausreichend gewährleistet.

Doch kein Grund zur Sorge, dass 50. Hohentwielfestival findet statt! Zwar nicht auf dem Hegau-Berg, der der Veranstaltung ihren Namen gab, aber auf dem Singener Rathausplatz. Musikfans können aufatmen, die angekündigten Künstler – Wincent Weiss, James Morrison, Dream Theater sowie In Extremo & Fiddler’s Green – werden den Rathausplatz von Singen „rocken“. Genügend Parkflächen stehen nahe dem Rathausplatz zur Verfügung und mit der illuminierten Stadthalle und dem Hausberg als Kulisse zeigen sich auch in der Singener Innenstadt herrliche Ansichten und Ausblicke. Das beliebte Burgfest, das normalerweise fest zum Programm des Hohentwielfestivals gehört, musste jedoch leider wegen Gefahrensperrung der Ruine abgesagt werden.

Das 50. Hohentwielfestival vom 22. Juli bis zum 28. Juli 2019 – übrigens eine der ältesten Open-Air-Veranstaltungen dieser Art im Süden Deutschlands – wird ein Fest für Musikfans. Außerdem bietet sich zwischen den Konzerten am 22.07, 25.07, 27.07 und 28.07.2019 die Gelegenheit, Singen und seine Sehenswürdigkeiten zu entdecken, darunter das Kunstmuseum Singen, unterschiedliche Erlebnispfade und das MAC – Museum Art & Cars. Darüber hinaus gibt es in der reizvollen Bodenseeregion etliche weitere Anziehungspunkte, die zu einem Besuch einladen, zum Beispiel der Rheinfall bei Schaffhausen, die Insel Reichenau oder die Pfahlbauten Unteruhldingen.

Bildquelle: hohentwielfestival.de / © Baschi Bender

Das Museum Rosenegg in Kreuzlingen befasst sich in seinen Dauerausstellungen vor allen Dingen mit der Geschichte der Schweizer Bodenseestadt und der Region sowie dem historischen Alltag der Bürger. Interessante Ausstellungsstücke, darunter alte Möbel und weitere Einrichtungsgegenstände sowie Textilien, unterschiedliche Waagen, Gemälde, ein Klostermodel und Dinge des alltäglichen Bedarfs aus der Vergangenheit, birgt das im 18. Jahrhunderte errichtete Herrschaftshaus Rosenegg. Früher diente das Palais als Wohn- und Schulgebäude, bis 2018 wurde es vollständig saniert und zeigt heute neben dauerhaften Exponaten faszinierende Ausstellungsstücke im Rahmen wechselnder Schauen. Derzeit sind zwei Sonderausstellungen im Kreuzlinger Museum Rosenegg zu sehen, die Kinder und Erwachsene ansprechen. Beide widmen sich thematisch einer ganz besonderen Welt – den Märchen, stellen diese aber in einen unterschiedlichen, spannenden Kontext.

Scherenschnitte mit Kinder- und Märchenszenen können in der Sonderschau, die noch bis zum 21. Juli 2019 einlädt, bestaunt werden. Das kunsthandwerkliche Bearbeiten von Papier mit Schere und Schnittwerkzeug, so dass im Papier bzw. mit dem Ausschnitt ein Bild entsteht, hat seinen Ursprung in China und war in Deutschland insbesondere ab Mitte/Ende des 18. Jahrhunderts bis ins 19. Jahrhundert verbreitet. Porträts, Ornamente, Märchen- und Landschaftsszenen wurden mit diesem Kunsthandwerk beispielshalber geschaffen. Scherenschnitte dienten vielen als kreativer Zeitvertreib und sie wurden unter anderem als Zierde, Mitbringsel und Geschenk genutzt.

Hans Christian Andersen beispielsweise tat sich nicht nur als Märchenschriftsteller, sondern auch als produktiver Scherenschnitt-Künstler hervor. Knapp 400 Schnitte sind von ihm überliefert und Experten gehen davon aus, dass der Däne weit mehr dieser kunstvollen Handarbeit gefertigt hat, viele Schnitte jedoch mit der Zeit zerstört wurden bzw. verloren gingen. Nicht selten entstanden die phantasiereichen, aufwendigen Arbeiten während einer seiner Erzählungen in Gesellschaften. Am Ende der Geschichte war dann auch der Scherenschnitt erstellt, teils zum großen Erstaunen seiner Zuhörer, sei es wegen der Kunstfertigkeit, des Multitaskings oder auf Grund der vielschichtigen Motive.

Bis zum 21. Juli können große und kleine Märchenfans im Museum Rosenegg in der Sonderschau „Märchenwelt im Scherenschnitt“ einige kunstreiche, von Elisabeth Voigt gestaltete Papierbilder bewundern. Dargestellt sind Themen aus der Kinder- und Märchenwelt.

Die zweite Sonderschau des Kreuzlinger Museums dreht sich ebenfalls um Märchen und kann bis zum 11. August 2019 besucht werden. Im Fokus stehen die tierischen Haupt- und Nebendarsteller der Märchensammler Brüder Grimm. In vielen Geschichten aus den berühmten Kinder- und Hausmärchen der zwei Brüder aus Hanau sind Tiere vertreten, beispielsweise beim „Froschkönig“, bei den „Bremer Stadtmusikanten“, bei „Brüderchen und Schwesterchen“, beim „Fischer und seiner Frau“, bei den „Sieben Raben“, bei „Aschenputtel“ und beim „Wolf und die sieben jungen Geißlein“. Bei der Ausstellung „Grimms Tierleben“ werden zehn Tierarten, die in den Erzählungen der Märchensammler vorkommen, vorgestellt, darunter Fuchs, Hase, Bär und Igel. Die Sonderschau blickt auf diese Tiere, ihren Lebensraum, ihr Verhalten sowie auf ihre Rolle in der Märchenwelt. Außerdem können die Museumsgäste einigen Tiermärchen lauschen.

Bildquelle: museumrosenegg.ch

Am letzten Juniwochenende veranstaltet die Bodenseestadt Friedrichshafen ihr traditionsreiches, bei Bürgern und Gästen beliebtes Interkulturelles Stadtfest. Bereits zum 28. Mal wird die Veranstaltung, bei der Menschen aus den verschiedensten Ländern ihre Heimat, Kultur und Tradition vorstellen, in Friedrichshafen am Bodensee organisiert. Die Besucher dürfen sich am 29. Juni und 30. Juni 2019 auf einen facettenreichen, faszinierenden Kulturreigen freuen. Musikalische Darbietungen und Tanz aus diversen Regionen der Welt, mehrsprachige Vorlesestunden, internationale Kulinarik und mehr gibt es am Wochenende zwischen Gondelhafen und Yachthafen zu entdecken und zu erleben. Mit einem speziellen Programm für Kinder und Jugendliche offeriert das Interkulturelle Stadtfest auch seinen jüngeren Besuchern Anziehungspunkte.

Auf zwei Bühnen in den Uferanlagen präsentieren sich an den zwei Veranstaltungstagen mehrere Musik-, Tanz- und Sportgruppen, unter anderem aus Brasilien, Russland, Syrien, Thailand, Spanien, Italien, Indonesien, Bosnien und Herzegowina, China und Griechenland. Die drei Friedrichshafener Einrichtungen Spielehaus mit Spielbus, das Medienhaus am See und das Molke Jugendzentrum sorgen mit einem Mitmach-Zirkus (Jonglieren, Akrobatik, Tricks zum Erlernen und Aufführen), Großspielen, Fahrzeugen, Bauklötzen, einer Rollenrutsche, einem Märchenzelt mit mehrsprachigen Vorlesern, Fußball, Kreativ-Workshops unter dem Motto „Rechte für Kinder und Jugendliche“ sowie Locations zum Relaxen bei den jüngeren und älteren Kids für unterhaltsame und entspannte Stunden.

Neben dem reichen Kulturprogramm und den vielseitigen Mitmachaktivitäten erwartet die Besucher des 28. Interkulturellen Stadtfestes natürlich auch ein ebenso buntes kulinarisches Angebot. Vom Spanferkel über Bortsch, Paella, Arancini, Baklava, Palatschinken, Gado-Gado und Empanadas bis hin zu Zigni sind bekannte und weniger bekannte Köstlichkeiten aus aller Herren Länder vertreten. Ausprobieren und genießen!

Das Interkulturelle Stadtfest von Friedrichshafen zeugt von der mannigfachen Kulturlandschaft, die in der Zeppelinstadt heutzutage vorzufinden ist, und vom freundschaftlichen, offenen Miteinander der hier beheimateten Menschen unterschiedlicher Herkunft. Das Erfahren spannender Kulturen und vor allem das positive Zusammentreffen der Teilnehmenden (untereinander) und des Publikums sind zentrale Motive der Veranstaltung. Initiatoren und Ausrichter des zweitägigen Events sind die Stadt und das Stadtmarketing Friedrichshafen, etliche lokale (Kultur)Vereine sowie der Arbeitskreis „Interkulturelles Stadtfest“.

Bildquelle: bodensee.de / © Stadt Friedrichshafen

Großartige Landschaften und aufsehenerregende Fahrzeuge! Das ist der besondere Mix der Lindau Klassik – die Oldtimerrallye, welche die Leidenschaft für historische, liebevoll gepflegte Pkws und die Begeisterung für einzigartige Kultur- und Naturlandschaften verbindet. Die Lindau Klassik wird in diesem Jahr bereits zum 24. Mal organisiert und besitzt eine große Fangemeinde. Kein Wunder, schließlich lockt die Tagesrallye nach Lindau am Bodensee und in das Lindauer Hinterland – also in überaus reizvolle Gegenden und auf interessante Fahrstrecken – und bietet 2019 mit 66 Fahrzeugen bis einschließlich Baujahr 1990 den Oldtimer- und Youngtimerfans mehrere Anziehungspunkte.

Am Sonntag, den 30. Juni 2019 beginnt die 24. Lindau Klassik der Scuderia Lindau am imposanten Lindauer Hafen ab 9 Uhr. Bis zum Start können Oldtimerfans schon einmal die außergewöhnlichen Schmuckstücke, die in diesem Jahr an der Lindau Klassik teilnehmen, bewundern. Wie bereits bei den bisherigen Veranstaltungen der Lindau Klassik besticht das Teilnehmerfeld auch diesmal mit seiner Vielseitigkeit an Oldtimern und Youngtimern. Das facettenreiche Starterfeld hält auch in 2019 jede Menge Juwelen bereit. So stehen am Sonntagmorgen laut Starterliste unter anderem ein Rolls Royce Phantom 1 von 1928, ein Bentley 3,5 Derby von 1935, ein Ford Mustang von 1966, ein Alfa Romeo Spider von 1968, ein Jaguar XJ6 SII aus dem Jahr 1977 sowie ein BMW 320 E30 von 1988 zur Abfahrt bereit.

Bei der Rallye der Scuderia Lindau sind ca. 220 Streckenkilometer zu absolvieren (mit Aufenthalt Campingpark Gitzenweiler Hof). Besonderen Fahrspaß garantiert die abwechslungsreiche Strecke durch die idyllische Bodenseeregion. Zielpunkt ist die Spielbank in Lindau am Bodensee, ab etwa 14:30 Uhr wartet hier musikalische Unterhaltung. Zur und nach der Zieleinfahrt ab circa 15:30 Uhr haben Groß und Klein dann noch einmal die Möglichkeit, die Automobil-Klassiker ausgiebig zu begutachten und so manches Fachgespräch mit Fahrer und Oldtimerfan zu halten.

Bildquelle: scuderia-lindau.de

Zum Siebenschläfertag am 27. Juni schauen etliche gebannt auf die Wetterlage, denn laut Bauernregeln bleibt das Wetter, das am 27. Juni vorherrscht, die folgenden sieben Wochen lang erhalten. Die Meteorologen verweisen allerdings darauf, dass nicht nur ein Tag für die Wetterlage der nächsten sieben Wochen entscheidend ist, sondern vielmehr das Wetter um den Siebenschläfertag und noch dazu ein mehrtägiger Zeitrahmen, also von Ende Juni bis Anfang Juli. Eigentlich wäre der Siebenschläfertag (mit den zugehörigen „Wetterregeln“) ohnehin der 07./08. Juli, entsprechend der gregorianischen Kalenderreform, bei der zehn Tage gestrichen wurden, was wiederum die Aussage der Meteorologen stützt.

Ferner bezieht sich die Bezeichnung keineswegs auf das Nagetier, das sieben Monate und länger Winterschlaf hält, sondern hat ihren Ursprung in einer Heiligenlegende um sieben schlafende Christen aus dem 3. bis 5. Jahrhundert. Und wie das Wetter nun die kommenden Tage wird, bleibt wohl einfach abzuwarten. Schönes Wetter für die nächsten Wochen erhoffen sich sicherlich viele, schließlich starten schon bald die Sommerferien.

In Radolfzell am Bodensee ist der 27. Juni nicht allein wegen der Bauernregeln ein interessanter Stichtag. Ab diesem Donnerstag beginnt zudem wieder die Saison des traditionellen, beliebten Radolfzeller Abendmarktes und die Initiatoren, Beteiligten und natürlich die Besucher haben, was das Wetter angeht, gewiss die gleichen Ansichten wie die Sommerferienkinder – Sonnenschein und sommerliche, aber auch angenehme Temperaturen.

Der Radolfzeller Abendmarkt findet vom 27. Juni bis zum 12. September 2019 jeden Donnerstag zwischen 16 Uhr und 21 Uhr statt. Die Marktbesucher erwartet ein breites Angebot, zu dem kulinarische Produkte der Region und internationale Spezialitäten aber auch Kunsthandwerkliches, Accessoires und Gebrauchsgegenstände für Küche und Co. gehören. Daneben gibt es regelmäßig musikalische Unterhaltung und unterschiedliche Aktionen für Groß und Klein. Jeden Donnerstag steht außerdem ein anderes spannendes Thema auf dem Radolfzeller Marktplatz im Fokus, darunter Mittelalterzeit mit den Hegau-Rittern am 11. Juli, ein Kinder-Spezial zum Sommerferienbeginn am 25. Juli, Köstlichkeiten aus der Schweiz am 01. August, Fitness- und Gesundheitstrends am 08. August, Steinobst und -variationen am 15. August sowie herbstlicher Genuss am 05. September.

Bildquelle: radolfzell-tourismus.de

Vom 22. Juni bis zum 04. August 2019 laden die Langenargener Festspiele – ein Konzept des Schauspielers Steffen Essigbeck in Zusammenarbeit mit der Regisseurin Nadine Klante – zu Open Air Theatervergnügen für Groß und Klein ein. Die Konzertmuschel in Langenargen, umrahmt vom malerischen Bodensee und dem eindrucksvollen Wahrzeichen der Bodenseegemeinde, dem Schloss Montfort, dient als reizvoller Spielort für das professionelle Sommertheater, das nun zum zweiten Mal veranstaltet wird.

Nach dem erfolgreichen Auftakt der Langenargener Festspiele im Jahr 2018 mit dem Spiel „Räuber Hotzenplotz“ gibt es nun in den Sommermonaten Juni, Juli und August das Freilufttheaterstück „Meisterdetektiv Kalle Blomquist“ in Langenargen zu sehen. Bei der Astrid Lindgren Figur handelt es sich um einen jugendlichen Kriminalfan und Hobby-Detektiv, der es Dank seines Spürsinns und mit Hilfe seiner beiden Freunde schafft, aufregende Kriminalfälle zu lösen. Darüber hinaus können all jene Theaterfans, die die abenteuerliche Geschichte um den Räuber Hotzenplotz im letzten Jahr verpasst haben, die unterhaltsame Aufführung der Langenargener Festspiele nochmals an einigen Terminen erleben. Wegen großer Nachfrage ist Otfried Preußler´s Kinderbuchklassiker nämlich auch auf dem diesjährigen Spielplan zu finden.

Beide gezeigten Theaterstücke eignen sich für Zuschauer ab 6 Jahren und dauern rund 120 Minuten (Pause eingeschlossen). Ein Familienausflug nach Langenargen am Bodensee mit spannendem und humorvollem Schauspiel für Jung und Alt unter freiem Himmel kann also in den kommenden Tagen eingeplant werden. Und sollte das Wetter übrigens einmal nicht mitspielen, wird das Sommertheater in den Münzhof Langenargen verlegt.

Neben den regulären Aufführungen bieten die Langenargener Festspiele mehrere Sonderspielzeiten für Bildungseinrichtungen und Freizeitstellen für Kinder und Jugendliche. Überdies existiert ein theaterpädagogisches Workshopangebot für (Vor)Schüler und Lehrkräfte.

Von Ende Juni bis Anfang August 2019 läuft nun die zweite Spielzeit der Langenargener Festspiele und diese wird gewiss ein voller Erfolg. Auf die dritte Spielzeit des Freilichttheaters am Bodensee im Jahr 2020 können sich Theaterfans ebenfalls freuen. Im nächsten Jahr soll es neben den Aufführungen für Kinder, Jugendliche und Familien am Vormittag und Nachmittag (Aufführung für Privatpersonen, Bildungseinrichtungen, Freizeiten) ein weiteres Theaterwerk in den Abendstunden für Erwachsene geben.

Bildquelle: langenargener-festspiele.de