31.03.2008

Marienschlucht Bodensee


Marienschlucht BodenseeDie Marienschlucht am Bodensee

Drei Wege führen zur Marienschlucht am Bodensee, die der Graf zu Bodman einst seiner zukünftigen Gemahlin, einer Gräfin Marie, zur Verlobung schenkte. Von Bodman aus führt ein etwa einstündiger Fußweg zur Schlucht, einen etwas kürzeren Weg gibt es von Wallhausen aus am Teufelsstich vorbei, einer gefährlichen Felsnadel im See, die nur bei Niedrigwasser zu sehen ist. Der bequemste und kürzeste Zugang kommt vom Golfplatz Langenrain her, der direkt oberhalb des Steilufers liegt.

Die schönste Möglichkeit allerdings ist die direkte Fahrt zur Schlucht mit dem Schiff, das mehrmals täglich hier anlegt. Von Bodman, Ludwigshafen, Sipplingen oder Überlingen aus fährt die Fähre direkt zum Anlegeplatz in der Marienschlucht. Ganz abenteuerlich und individuell gestalten lässt sich die kleine Seereise mit einem Kanu, wie sie in den umliegenden Strandbädern gemietet werden können.

Die Marienschlucht ist eine romantische Klamm am südlichen Ufer des Überlinger Sees. Von den Ruinen der ehemaligen Burg Karnegg aus, die im Jahr 1525 von aufständischen Bauern zerstört wurde, führt zwischen 30 Meter hohen Felswänden eine Holztreppe hinunter zum See. Über 230 Stufen geht der Abstieg, direkt über dem kleinen Bach, der sich hier im Lauf vieler Jahre seinen Weg durch die Klamm gebahnt hat. Direkt am See gibt es einen Badestrand, einen Kiosk und eine Grillstelle, ein wunderbarer Ort, um eine gemütliche Pause einzulegen, bevor der Aufstieg zurück zum Parkplatz in Angriff genommen wird.

Auch bei Bodenseetauchern ist die Marienschlucht ein sehr beliebter Ort, da hier eine sehr interessante, unberührte Unterwasserwelt in den Steilwänden zu finden ist. Tauchschulen bieten Ausfahrten direkt zu dem beliebten Tauchplatz an.

Die Marienschlucht und das Bodeseeufer auf dieser Seite des Sees liegen nur vormittags in der Sonne. Nachmittags ist es durch die Felsen und den Bach in der Klamm eher kühl. Ein Ausflug bietet sich also gerade auch an heißen Sommernachmittagen an, da das Klima dann sehr angenehm wird. Ein Besuch in der Marienschlucht eignet sich bestens als Familienausflug, wenn man nach einer kleinen Wanderung am Vormittag von Bodman aus, den Abstieg durch die jetzt noch im Sonnenschein liegende Schlucht zum See macht. Hier wird dann ein gemütliches Mittagessen an der Grillstelle eingenommen und nach einem Nachmittag am Strand geht es mit dem Schiff wieder nach Bodman zurück. Denn was wäre ein Besuch am Schwäbischen Meer, ohne eine Fahrt mit der Bodenseefähre.

Weitere Infos finden Sie unter: www.marienschlucht.de

Kommentare

kann man sein auto in die marienschlucht mitnehmen, wenn man mit der „FÄHRE“ dort hin fährt?

Offenbar ist die Marienschlucht bis Ende Mai 2008 geschlossen! Darauf sollte man achten, bzw. ein Blick auf die Homepage der Marienschlucht Bodensee werfen.

Gruss
Stefan

War im Juli 2008 in der Marienschlucht wandern, sie ist nicht geschlossen. Lediglich der Uferweg von der Marienschlucht in Richtung Teufelstisch war nach ca. 2 km wegen umgestürtzter Bäume gesperrt ( Weitergehen wird nicht empfohlen ).

Am oberen Eingang zur Marienschlucht befindet sich ein großer Waldparkplatz. Anreise kann z.B. mit Fähre über Konstanz erfolgen, dann noch ca. 20 km bis zur Schlucht.

Wie viel Gehzeit muss ich einplanen um mit
einer Wandergruppe (Senioren) die Schlucht
zu durchwandern.
B.M

Definitv ein Besuch wert!

Schlüssel am 01.05.2010 gefunden, mit Playmobilfigur als Anhänger

Zur Beantwortung der offengebliebenen Fragen:

1) Autos kann man mit der „Fähre“ mitnehmen, da dort allerdings nur 3 Strand-Parkplätze zur Verfügung stehen, empfiehlt sich frühzeitige Reservierung, ansonsten muss das Fahrzeug wieder mit der Fähre zurückfahren!

2) Für Senioren muss man zwischen 1 Tag und 1 Woche einplanen, da das Wiederfinden verloren gegangener Rentner im Wald schwierig ist und die Strecke auch für Rollatoren nicht so gut geeignet ist. Für Fahrräder übrigens verboten, aber bei Mountainbikes, die sehr gut geeignet sind, bitte den Weg freigeben. Dies gilt nicht nur für Rentnergruppen, sondern alle möglichen Füßgänger.