5.09.2017

„Tag des offenen Denkmals“ und die Bodenseeregion ist natürlich mit dabei


Stets zum Herbstbeginn, am zweiten Septembersonntag schlagen die Herzen der Kulturfreunde mit Interesse für Zeitgeschichte und Baukunst höher, denn dann können bundesweit alte Gebäude und Lokalitäten bestaunt werden, zu denen sonst kein oder nur teilweiser Zugang besteht. Am „Tag des offenen Denkmals“ erhalten Interessierte also ganz besondere Einsichten und oft auch Aussichten und dies kostenfrei. Mit diesem Aktionstag, bei dem Rundgänge und Vorführungen über historische Arbeits- und Lebensbedingungen sowie heutige Denkmalpflege informieren, sollen Denkmäler und ihre Instandhaltung sowie die Bedeutung für die Allgemeinheit in den Vordergrund gerückt werden. Der erste bundesweite „Tag des offenen Denkmals“ fand in Deutschland 1993 statt. Der diesjährige „Tag des offenen Denkmals“ ist für den 10. September 2017 geplant.

Der jährliche Denkmaltag steht immer unter einem anderen, faszinierenden Motto. In diesem Jahr lautet das Leitmotiv „Macht und Pracht“. Eröffnet wird der aktuelle Aktionstag am 10. September 2017 offiziell in Oldenburg. Zahlreiche Städte und Gemeinden in der Bundesrepublik beteiligen sich auch diesmal am „Tag des offenen Denkmals“, viele gelegen am malerischen Bodensee und im idyllischen Bodenseehinterland. Für Gäste der Bodenseeregion und Einheimische bieten sich damit am kommenden Sonntag mehrere spannende Ausflugsoptionen.

Das 2017 gewählte Thema „Macht und Pracht“ ist überaus breitgefächert, so dass unterschiedlichste Denkmäler in den Fokus gebracht werden können. Lage, Größe, Ausstattung, genutzte Materialien und Kunstformen, Farben, Motive – all dies und mehr bestimmen und beeinflussen die Wirkung des Gebauten bzw. Angelegten. Herrscher unterschiedlichster Epochen versuchten mittels mannigfacher Bauformen, Kunsttechniken, Baumeister, Künstler, Werkstoffe etc. Bauten und Objekte zu erschaffen, die ihrem Wohlstand und ihrer (weltlichen/religiösen) Macht sowie ihrem Streben hiernach Ausdruck verliehen. Bis dato zeugen etliche solche bauliche „Beweise“ von der zeitweise üblichen Machtdemonstration(spolitik,-sgesellschaft). Im Gegensatz dazu gibt es sehr wohl schlichte, einfachere Bauvariationen, die dennoch – oder gerade durch ihre Klarheit und Minimalismus – aber auch einfach durch Größe und Lage von der Macht ihrer Erbauer bzw. Bauherren überzeugen. Des Weiteren sind die Historie und damit auch die Baugeschichte gleichfalls von Zeiten der Not und des Mangels geprägt.

Die unterschiedlichen Darstellungsformen und Botschaften von „Macht und Pracht“ (gegenteilig wiederum Notlage und Entbehrung) gilt es, am 10. September 2017 zu ergründen, zu hinterfragen, nachzuvollziehen – auch im Hinblick auf die Entstehung & Entwicklung, heutige Bedeutung und Wahrnehmung.

Dementsprechend reihen sich zum „Tag des offenen Denkmals 2017 – Macht und Pracht“ Schlösser, Kirchen, Burgen, Patrizierhäuser, Kapellen, Gartenanlagen, Rathäuser, Fabriken, Villen usw. als Ausflugsoptionen aneinander. Am Bodensee werden am Sonntag unter anderem die Villen Elena und Holdereggen im Lindauer Gebiet, das Überlinger Rathaus, das Münster und das Konzil in Konstanz, Schloss Kirchberg in Immenstaad, das einstige Rebleutehaus des Salemer Klosters in Sipplingen, das Museum Haus Dix in Gaienhofen, die Markuskapelle in Salem, der Waldhornsaal in Ravensburg und die Pfarrkirche St. Nikolaus in Stockach sowie deren Historie und Erhaltung vorgestellt. Jede Menge interessante Ausflugsziele am Schwäbischen Meer locken am Sonntag, den 10. September 2017!

Bildquelle: tag-des-offenen-denkmals.de

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